Bolsas Y Mercados Jahresergebnis 2011

2.3.2012 von admin.

Bolsas Y Mercados Espanoles (BME), die spanische Börse, hat am Mittwoch die Jahreszahlen für 2011 vorgelegt. In meinen Augen sind die Zahlen recht unspektakulär ausgefallen, was ja in einem Euro Krisenstaat schon etwas Positives ist. Der netto Gewinn stieg um 0,6% und bereinigt um Einmaleffekte um 3,3%. Der Gewinn des vierten Quartals ging hingegen um 2,3% zurück, was das Unternehmen besonders darauf zurückführt, dass während des vierten Quartals Leerverkäufe verboten waren, was zu einem deutlich reduzierten Handelsvolumen führte. Mittlerweile sind Leerverkäufe wieder erlaubt.

Rechnet man die Forderungen und Verbindlichkeiten aus der Clearing Tätigkeit heraus, da sie sich gegenseitig aufheben, macht das Eigenkapital 80% der verbleibenden Bilanzsumme aus. Ohne diese Korrektur beläuft sich das Eigenkapital nur auf 1,4% der Bilanzsumme. Ob die Börse beim Clearinggeschäft ein ernsthaftes Kontrahentenrisiko trägt ist mir nicht so ganz klar, aber bei der Deutschen Börse beträgt das Eigenkapital bezogen auf die volle Bilanzsumme auch nur 1,2% (Ende 3. Quartal 2011) und soweit scheint die niedrige Quote zumindest branchenüblich zu sein.Langfristige Finanzverbindlichkeiten hat BME nicht.

Bei einem Kurs von etwas über 20 und mit einem KGV und KCV jeweils um die 11, ist das Unternehmen für mich nach wie vor günstig, aber nicht spektakulär günstig bewertet. Die Dividendenrendite um die 8% hilft den Kurs nach unten abzusichern, allerdings entspricht diese Dividende gut 90% des netto cash flow aus operativem Geschäft. Sollte sich das Geschäft also verschlechtern, müsste die Dividende wahrscheinlich auch schnell gekürzt werden. Bei spanischen Dividenden ist außerdem zu beachten, dass eine Quellensteuer anfällt, die vom deutschen Fiskus nicht angerechnet wird. Der Grund dafür ist, dass man sich in Spanien Quellensteuern bis zu 1.500 Euro erstatten lassen kann. Der deutsche Fiskus macht es sich deshalb einfach und verweist den deutschen Steuerzahler auf diese Möglichkeit. Früher brauchte man dafür auch noch ein spanisches Bankkonto. Das soll seit 2011 nicht mehr der Fall sein und ich werde demnächst mal versuchen mir die Quellensteuer für 2011 zurückzuholen.

Auf dem aktuellen Niveau werde ich meinen Bestand weiter halten, aber nicht zukaufen. Meine Stopp Loss Order habe ich aufgrund der aktuell stabilen bis positiven Entwicklung auslaufen lassen. Ggf. werde ich dann kurzfristig „manuell“ verkaufen, falls es doch noch mal rapide runter geht.

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