Opap – Update

27.3.2011 von admin.

Die Umsatz- und Gewinnentwicklung war im letzen Quartal deutlich schlechter als in den 3 Quartalen zuvor. Die Umsätze gingen um 14% zurück, was in erster Linie auf die schlechte wirtschaftliche Lage und zum kleineren Teil auf die geringere Anzahl von Werktagen zurückzuführen ist. Für das gesamte Jahr 2010 ging der Umsatz um 5,5% zurück, während es in den ersten neun Monaten nur 2,4% gewesen waren. Das hat damit zu tun, dass im Sommer die Fußball WM die Umsätze noch hoch gehalten hat. Das EBITDA ging im vierten Quartal um 21% zurück. Für das Gesamtjahr ergeben sich so immer noch deutliche 5,8% Rückgang. Noch schlimmer bertroffen ist der operative Cash Flow. Er ging für das Gesamtjahr um 34% und im vierten Quartal sogar um 68% zurück. Das Unternehmen gibt einige Sondereffekte an, um diese negative Entwicklung zu erklären. Ein wesentlicher Faktor sind die im Jahr 2009 eingeführten Sondersteuern, die im Jahr 2010 erstmals den Cash Flow belastet haben. Ob die Steuern im vierten Quartal gezahlt wurden und so den dramatischen Einbruch in diesem Quartal erklären würden, geht aus der Pressemitteilung zu den 2010′er Ergebnissen nicht hervor.

Auf Basis dieser Zahlen hat das Unternehmen die Dividende auf 1,54 je Aktie gekürzt. Im Jahr 2009 waren es noch 1,75 je Aktie gewesen. Dies wird von dem Unternehmen damit begründet, dass die Finanzierungsbasis gestärkt werden soll, da Fremdmittel derzeit trotz der soliden Bilanz kaum zu Zinsen unterhalb derer die Griechenland zahlen muss zu bekommen sind (griechische Anleihen rentieren aktuell mit mehr als 15%) . Eine Fremdfinanzierung macht somit derzeit für das Unternehmen wenig Sinn. Trotz der Kürzung liegt die Dividendenrendite damit auf dem aktuellen Kursniveau noch über 9%. Analysten gehen in den kommenden beiden Jahren von weiter sinkenden Dividenden aus, aber so lange diese wie erwartet moderat ausfallen sollte sie bei diesem Kursniveau über 8% bleiben. Wenn man den operativen Cash Flow des vierten Quartals auf ein Jahr hochrechnet könnte die Dividende zwar deutlich stärker sinken, aber selbst dann wären noch 4% bis 5% möglich. In meinen Augen nicht schlecht für ein vorsichtiges Szenario.

Für mich bleibt die Aktie von Opap attraktiv, allerdings werde ich quartalsweise insbesondere auf die Entwicklung des operativen Cash Flow achten. Weiter einstürzen sollte er nicht, sonst müsste ich meine Meinung wohl ändern. Die operativen Ergebnisse sind für mich wie immer wichtiger als der Kurs. Der könnte durchaus nochmal unter Druck kommen, da ich kürzlich gelesen habe, dass der griechische Staat seinen Anteil verkleinern muss.

 

2 Antworten auf “Opap – Update”

  1. Benny Stobbelaar sagt:
    29.4.2011 bei 13:16

Ich habe Ihren Link von der Warren Buffett Gruppe auf Xing. Ich muss sagen, Sie interessieren sich offensichtlich für die gleichen Titel wie ich. Ich habe bereits Gagfah im Depot und interessiere mich schon länger für Opap. Zum ersten mal habe ich über Opap in einer Depotanalyse von Filip Weintraubs Investmentfonds gelesen. Auch Prof. Dr. Otte hat einige male darüber gesprochen.

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