Orange – Restbestand verkauft

Ich will nur kurz erwähnen, dass ich meinen Restbestand an Orange Aktien (früher France Telecom) verkauft habe. Ich hatte noch einen kleinen Bestand an Aktien, der aus der Zeit vor der Abgeltungssteuer stammte. Ich saß da allerdings ohnehin auf recht großen Verlusten, so dass mir dieser Vorteil auf absehbare Zeit nichts gebracht hätte. Wieder zukaufen will ich auch nicht, dafür ist mir die Lage des Unternehmens zu schlecht. Selbst die hohe Dividende macht keinen Spaß mehr seit Frankreich die Besteuerung erhöht hat. Das führt auch noch zu einer Doppelbesteuerung, weil Deutschland nicht alles anrechnet.

Ich habe mich deshalb zur Portfoliobereinigung entschlossen, damit mich diese Position nicht mehr von den wirklich wichtigen ablenkt. Darüber nachgedacht habe ich schon länger. Das ist für mich mal wieder ein Beispiel, dass man als Mensch die tendenzielle Neigung hat, an dem festzuhalten was man einmal hat. Da muss man sich schon aktiv disziplinieren, um der eigenen Strategie treu zu bleiben.

6 Gedanken zu „Orange – Restbestand verkauft

  1. uwe

    Tipp zur französischen Quellensteuer:

    Es gibt für Frankreich ein sog. vereinfachtes Verfahren. Du reichst VOR Zahlung der Quellensteuer das passende Formular (Wohnsitzbescheinigung des dt. Finanzamtes) bei deiner Depotbank ein. Dann werden lediglich 15% Quellensteuer in Frankreich fällig und diese werden in Deutschland angerechnet.

    Allerdings bieten das nur sehr wenige Banken an. Weder Consors noch Flatex, auch nicht die 1822direkt oder z.B. die Apobank bieten diesen Service an.

    BB-Bank (Volksbankengruppe) macht das, kostet ca. 20.- pro Bescheinigung wenn ich mich recht erinnere.

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    1. Value Mario Artikelautor

      Danke für den Hinweis! Irgendwie habe ich mir schon fast gedacht, dass es da, wie im Falle von Spanien, irgendeinen umständlichen Weg gibt, damit die Finanzverwaltungen behaupten können, es gäbe doch gar keine Doppelbesteuerung. Orange überzeugt mich derzeit trotzdem nicht, aber ich versuche das mal im Hinterkopf zu behalten für den Fall, dass mir ein französisches Unternehmen über den Weg läuft, das gut aussieht und hohe Dividenden zahlt. So ein bisschen tendiere ich allerdings auch zu der trotzigen Haltung, einfach keine französischen und spanischen Aktien mehr zu kaufen, wenn diese Länder es einem so schwer machen.

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  2. Dirk

    Warum behältst du die Aktien nicht einfach. Depotbereinigung, um sich auf die wirklich wichtigen Aktien zu konzentrieren, ist nicht wirklich ein Argument für einen Verkauf, da durch das Liegenlassen in dem Sinne keine Arbeit anfällt. Die überschüssige Quellensteuer (> 15 %) würde ich mir allerdings vom französischen Finanzamt wiederholen – auch wenn es Jahre nach Antragstellung erst erfolgen sollte.

    Der einzige Grund, eine Aktie zu verkaufen, sollte sein, dass der Preis unangemessen hoch ist. Die Bewertung dazu kann dir aber keiner abnehmen.

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    1. Value Mario Artikelautor

      Nun ja, wie du schon selber schreibst, kann ich sie nicht gleichzeitig nur liegen lassen und eine Meinung haben, ob sie angemessen bewertet ist oder nicht. Trotzdem sehe ich das nicht ganz schwarz oder weiß. Bei meinen Öl Aktien mache ich es durchaus so ähnlich. Da lese ich hin und wieder mal dieses und jenes und lasse sie ansonsten einfach laufen. Orange ist meiner Meinung nach qualitativ schlechter und die französische Steuerpolitik hat mich zusätzlich genervt. Habe keine Lust mich wieder mit Formularen zu quälen. Wenn die in Frankreich keine deutschen Privatanlger wollen, fein, ich muss da nicht investieren. Zumindest nicht in Werte deren einziger Vorzug die hohe Dividende ist.

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  3. Pingback: Orange – Restbestand verkauft | temp6

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