Quellensteuer Norwegen

Norwegen ist eines der Länder wie Spanien und Frankreich, die bei Deutschen eigentlich keine Quellensteuer einbehalten dürfen, es aber trotzdem tun. Da man sich die Quellensteuer zurückholen kann, wird sie in Deutschland nicht angerechnet. Damit hat man dann erstmal eine Doppelbesteuerung. Darüber, dass ich es in Spanien nach einem relativ aufwendigen Verfahren geschafft habe, Quellensteuer erstattet zu bekommen, hatte ich hier schon berichtet. Nun kann ich vermelden, dass es mir auch in Norwegen gelungen ist. Das Prozedere in Norwegen ist dabei viel einfacher als in Spanien. Man braucht nur eine Ansässigkeitsbescheinigung vom Finanzamt und die Dividendenbelege von der eigenen Bank. Diese schickt man mit einem formlosen Erstattungsantrag (inkl. der eigenen Bankverbindung) an:

The Central Office – Foreign Tax Affairs
(Sentralskattekontoret for Untenlandsaker)

PO Box 8031
N4068 Stavanger
Norwegen

Die Bearbeitung hat in Norwegen so viele Monate gedauert, dass ich schon gar nicht mehr an einen Erfolg geglaubt habe, aber gestern kam dann doch noch die Ankündigung der Erstattung. Ich weiß nicht ob das immer so lange dauert. Ich bin damals durch einen WiWo Artikel auf die Möglichkeit aufmerksam geworden und wenn parallel zu mir viele andere Deutsche plötzlich diese Möglichkeit genutzt haben, gab es vielleicht auch nur einen Rückstau. Wie auch immer spät erstattet ist auf jeden Fall besser als nie erstattet!

3 Gedanken zu „Quellensteuer Norwegen

  1. am-ph

    Meine Erfahrungen mit Quellensteuererstattung gemäß Doppelbesteuerungsabkommen:

    positiv:
    Dänemark: Formlos, problemlos, weniger als 1 Monat nach Antrag war Geld auf dem Konto.
    Norwegen: 10 Monate nach Antrag ein schriftlicher Bescheid. Geld wird wohl irgendwann kommen.

    negativ:
    Italien: Macht sich bislang (mehr als 1 Jahr) nicht mal die Mühe, zu reagieren.
    Portugal: Bürokratisches Monster. Kosten der zusätzlich angeforderten Bescheinigungen hätten den möglichen Ertrag überstiegen. Entnervt das Handtuch geworfen. Dafür kamen alle Briefe per Einschreiben.
    Russland: Noch nicht mal eine Adresse gefunden, an die man sich wenden könnte.

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