Archiv des Monats: März 2026

nochmal Deutsche Wohnen

aktueller Kurs: 18,72 Euro

Ich habe jetzt gerade noch mal ein paar Deutsche Wohnen Aktien nachgekauft. Die Frage ist so ein bisschen, welcher dieser 2 Punkte der richtige ist:

1) Sei gierig, wenn andere übermäßig ängstlich sind

oder

2) Gier frisst Hirn

Ich gehe weiterhin davon aus, dass die sinkenden Kurse der Immobilienunternehmen dadurch ausgelöst werden, dass der Iran Krieg zu Inflation und die wiederum zu nicht sinkenden oder sogar steigenden Zinsen führt. Soweit so richtig und deshalb kaufe ich auch andere Immobilienwerte wie LEG (noch) nicht.

Ich kann man mir allerdings Stand heute nicht vorstellen, dass die Zinsen so stark steigen werden, dass die Deutsche Wohnen / Vonovia nicht in der Lage sein werden auf den einstelligen Prozentsatz von Minderheitsaktionären die Garantiedividende zu zahlen.

Bei einem KGV von nur noch knapp über 9 und einer Dividendenrendite von 6,3% brauche ich keine steigenden Immobilienwerte oder Aktienkurse. Ich setzte nur darauf, dass Deutsche Wohnen / Vonovia in der Lage sein werden die Garantiedividende zu zahlen.

Bei weiter sinkenden Kursen kaufe ich also weiterhin in der Hoffnung nichts entscheidendes zu übersehen. Bei Gagfah hat das in der Finanzkrise herausragend funktioniert bei Noratis kürzlich nicht.

Deutsche Wohnen – zweiter Nachkauf

Kurs: 21 Euro

Während der Iran Krieg weiter für erhebliche Verluste sorgt, bin ich heute das erste Mal mein Portfolio durchgegangen, um zu sehen, wo sich vielleicht schon Nachkauf Chancen zeigen. Alles in allem hat sich da bei mir wenig getan bzw. sind die Verluste da, wo es mir schwerfällt einzuschätzen, wie stark die Zukunft tatsächlich betroffen sein könnte, d.h. Banken, Versicherungen und BASF.

Ebenfalls gefallen, wenn auch weniger stark, ist die Deutsche Wohnen. Gerade bei Wohnimmobilien in Deutschland kann ich mir höchstens indirekt über die Inflations- und Zinsentwicklung eine negative Auswirkung ausrechnen und selbst dann muss Vonovia bei der Deutsche Wohnen erstmal für die Garantiedividende einstehen. Auch wenn ich Vonovia im Bezug auf die Minderheitsaktionäre immer noch nicht so richtig traue, habe deshalb gerade zu einem ähnlichen Kurs wie letztes Jahr meine Aktien nochmal um 50% aufgestockt. So langsam ist das damit keine kleine Position mehr. Hoffentlich hilft der Nachkauf, das Investment doch noch ins Plus zu drehen und ich sitze nicht wieder irgendeinem Trick von Vonovia auf.

Noratis ist insolvent

„Damit gewinnt Noratis jetzt auf der Fremdkapitalseite Zeit und freie Liquidität, um das Geschäft wieder in ruhigere Fahrwasser zu lenken. Das Geschäftsmodell an sich leuchtet mir immer noch ein und eine hohe Nachfrage nach Wohnungen gibt es in Deutschland auch immer noch.

Für einen richtigen Nachkauf fehlen mir der Mut und die Detailinformationen, aber das Spielgeld für die nächste Kapitalerhöhung setze ich noch mal ein. Vielleicht sehe ich meinen Einsatz dann irgendwann doch noch mal wieder.“

Dieses Zitat war das Fazit meines letzten Beitrags zu Noratis Ende des Jahres 2024. Die ruhigeren Fahrwasser hat Noratis leider nicht erreicht, aber zum Glück hatte ich mich auch entschieden nicht noch mehr gutes Geld schlechtem hinterher zu werfen, solange keine eindeutige Erholung eintritt. Das Gegenteil ist es jetzt eingetreten und die Gesellschaft hat Insolvenz angemeldet. Das wird dann wohl ein Totalverlust werden.

Nachdem ich meinen ursprünglichen Artikel gerade noch mal gelesen habe, ziehe ich daraus für mich zwei Lehren:

1) Ich werde noch konsequenter darauf achten, keine gute Strategie / Story zu kaufen, wenn der Preis nicht stimmt (das hätte allerdings nur meinen Einstieg und nicht die Insolvenz vermieden)

2) Ich werde mich nicht mehr auf kapitalstarke Gesellschafter und deren „Zusagen“ stützen (da ich die Strategie immer noch für gut halte, hätte man da mit mehr Kapital bestimmt eine Insolvenz vermeiden können. Unterstellt es ist in der Kommunikation nicht falsch gespielt worden)