OMV Anleihe bis 2036

ISIN: XS2886118236

aktuelle Rendite: 4,3%

OMV Anleihen habe ich inzwischen einige gehalten. Der letzte längere Artikel stammt aus dem Jahr 2023. Die dort angesprochene lange Anleihe ist inzwischen auch schon nicht mehr so lang und inzwischen bekommt man für 10-jährige Anleihen auch die mehr als 4% Rendite, die ich mir schon vor ein paar Jahren gewünscht habe.

Die Fremdkapitalquote der OMV ist inzwischen mit 19% etwas höher als damals, für mich aber immer noch in einem absolut konservativen Rahmen. Gleichzeitig verdient OMV im aktuellen Marktumfeld natürlich sehr viel, so dass sich die netto Verschuldung bald auch wieder senken könnte.

Ich hatte diese Anleihe schon vor meinen Verkäufen vor ein paar Wochen als Ziel für einen Teil der Erlöse im Auge. Ich habe allerdings erst noch den Zinstermin abgewartet, um nicht hohe Stückzinsen zahlen zu müssen. Letzte Woche hatte ich dann noch Probleme mit der Order Freigabe meiner banking app. Zum Glück haben sich sowohl der Kurs der Deutsche Wohnen als auch der Kurs dieser OMV Anleihe in der Wartezeit zum meinen Gunsten entwickelt. Wenn man kein Timing kann, muss man halt mal Glück haben!

Deutsche Wohnen – vierter Nachkauf

aktueller Kurs: 16,18 Euro

Im Vergleich zu meinem letzten Nachkauf im März ist der Kurs der Deutsche Wohnen inzwischen noch mal um rund 14% gefallen. Ich sehe dafür zwei mögliche Ursachen:

1) Die weiterhin hohe Inflation sorgt für steigende Zinsen und die Sorge noch weiter steigender Zinsen. Höhere Zinsen sorgen für niedrigere Immobilienbewertungen und damit für sinkende Kurse. Mir stellt sich allerdings die Frage, ob der Markt hier ernsthaft unterstellt, dass Vonovia die Mindestdividende für die Deutsche Wohnen nicht mehr leisten kann. Ich gehe eher davon aus, dass der Titel aus Solidarität mit anderen Immobilienwerten sinkt, obwohl hier eine klare Sondersituation vorliegt. Bei inzwischen über 6,5% Dividendenrendite mache ich mir über steigende Zinsen jedenfalls keine Sorgen.

2) Sorgen bereiten könnten dem Markt auch die Wahlumfragen in Berlin nach denen Die Linke bei den Wahlen tatsächlich die stärkste Kraft werden könnte. Ich glaube allerdings selbst in so einem Szenario nicht an eine Verstaatlichung der Deutsche Wohnen und schon gar nicht ohne eine angemessene Entschädigung. Da die Deutsche Wohnen derzeit m.E. deutlich unter dem Substanzwert notiert, könnte es durch eine Entschädigung sogar relativ schnell zu einer Hebung von stillen Reserven kommen. So viel Glauben an Deutschland habe ich noch. Kommt es anders würde ich wohl anfangen über das Thema Auswanderung nachzudenken. Da wäre dann der immer noch relativ kleine mögliche Verlust dieser Position das kleinere Problem.

FAZIT

Während ich bei Immobilien im Allgemeinen aktuell auch vorsichtig bin, halte ich die Deutsche Wohnen durch den Gewinnabführungsvertrag mit Vonovia bei einem KGV von 7 und einer Dividendenrendite von über 6,5% für sehr attraktiv. Ich konnte mir schon beim letzten Nachkauf nicht vorstellen, dass die hohe Dividende nicht irgendwann einen Boden beim Kurs sichert, aber wir werden sehen, ob ich noch mal überrascht werde. Unter unveränderten Umständen wäre dann bei ungefähr 14,50 Euro für mich der nächste Nachkauf in Sicht.

Gewinnmitnahmen wg. Sorgen über KI Euphorie

Microsoft aktueller Kurs: 514,84 USD

MSCI All Countries ETF 107,86 EUR

Bolloré aktueller Kurs 3,87 EUR

Mir war schon bewusst, dass ich hier länger nichts geschrieben habe, aber als ich gerade geschaut habe, wann das letzte Mal war, war ich doch überrascht, dass es im April war.

Es war ein schöner Sommer dieses Jahr :-)

Spaß beiseite, ich habe die Märkte schon beobachtet, aber bisher fühlte ich mich mit meinem Portfolio sehr gut aufgestellt. Die Öl- und Tanker Aktien auf der einen Seite und alles andere auf der anderen Seite haben sich in den Schwankungen häufig gut gegeneinander aufgehoben, so dass ich einen ruhigen Sommer hatte.

Zunehmend verunsichert mich allerdings, wie sehr sich an den Kapitalmärkten vieles primär um KI dreht. Bisher bin ich durchaus das Argument mitgegangen, dass die großen Player im Gegensatz zur .com Blase richtig viel Geld verdienen und die Bewertungen insofern gar nicht so hoch sind. Ohne tief im Thema zu stecken, habe ich allerdings auch den Eindruck, dass immer mehr von diesem Gewinnen daraus gespeist wird, dass sich die verschiedenen Parteien aneinander beteiligen und die Mittelzuflüsse, dann wieder für Bestellungen genutzt werden. Alles prima, falls am Ende mit diesen ganzen Rechenzentren wirklich Geld verdient wird, aber aber ich habe auch den Eindruck, dass da mehrere Player versuchen der alleinige Platzhirsch zu werden. Das kann aber nicht klappen, entweder es bleibt harter Wettbewerb mit mehreren Anbietern oder einer setzt sich durch und verdient viel, aber dann verlieren alle anderen wahrscheinlich auch mehr oder weniger alles.

In einem kleinen Rundumschlag habe ich mich deshalb heute für einen (Teil-)verkauf von 3 Titeln entschieden:

Weiterlesen

Rückzahlung inflationsindexierte Bundesanleihe

Gefühlt ist es schon lange her, dass wir es mit negativen Zinsen zu tun hatten. Vor 10 Jahren habe ich aus diesem Grund eine inflationsindexierte Bundesanleihe gekauft, um nicht selbst nominal negative Zinsen zu zahlen.

Ich bin damals verschiedene Szenarion durchgegangen und war jetzt gespannt, wie sich das Endresultat zeigen würde. Wie jeder weiß, ist es das Szenario steigende Inflation geworden. Das habe ich damals geschrieben:

„Steigende Inflation

Sobald die Inflation im Durchschnitt über die Laufzeit 1% übersteigt, ist der reale Verlust auf 1% pro Jahr gedeckelt. Darüber hinausgehende Kaufkraftverluste werden anders als bei der klassischen Bundesanleihe ausgeglichen.“

Nach meiner Recherche hat die durchschnittliche Inflation in Deutschland seit 2016 im Durchschnitt etwa 2,7% betragen, insbesondere wegen der hohen Raten in den Jahren 2022 und 2023. Mein tatsächlicher IRR der Anleihe vor Steuern lag bei 1,6% p.a. Meine These bezüglich Inflationsschutz über der Rate von 1% ist also relativ genau eingetreten.

FAZIT

Die reale Rendite einer klassischen Bundesanleihe hätte über die letzten 10 Jahre etwa -2,85% betragen. Mit der inflationsindexierten Anleihe lag ich mit -1,1% deutlich besser.

Da es erst seit Ende 2022 wieder nominal positive Zinsen gibt, wäre eine kurzfristig orientierte sichere Geldanlage nach meiner überschlägigen Berechnung noch schlechter gewesen. Trotzdem bin ich mit dem Ergebnis nicht so richtig zufrieden. Psychologisch wäre es mir wahrscheinlich aus Tagesgeld oder kurzfristigen Anleihen heraus wahrscheinlich leichter gefallen irgendwann eine riskantere aber auch lukrativere Position zu wechseln. So lief das Investment durch, auch weil ich sehen wollte, wie gut die Realität im Vergleich zu meinen Szenarien aussah.

Ich habe so eine Anleihe auch noch mit einer Laufzeit bis 2030. Aus den oben genannten Gründen, wäre die der erste Kandidat für einen Verkauf, sobald ich anständige Ideen für andere Investments habe…

DAX Index Anleihe

ISIN: DE000VM5FK77

erwartete Rendite: 4,5%

Über Ostern hat mich die Wirtschaftswoche auf die Idee gebracht, mir mal Index Anleihen auf den DAX anzuschauen. Ich mag diese Art Derivate immer dann, wenn ich das zugrundeliegende Geschäft wahrscheinlich sowieso tätigen würde, also quasi nur auf so niedrige Kurse warte. In diesem Fall handelt es sich um eine Anleihe von Vontobel, die zu 100% zurückgezahlt wird, wenn der DAX am 30.11.2028 bei mindestens 15.910 steht. Im Vergleich zu Heute ist das ein Sicherheitsabstand von rund 30% oder basierend auf dem aktuell erwarteten Gewinn aller DAX Mitglieder wäre das ein KGV von etwas über 12.

Sollte es zu so einem niedrigen DAX kommen, werden wahrscheinlich auch die Gewinne sinken, ich setze allerdings darauf, dass mittelfristig das aktuelle Niveau mindestens wieder erreicht werden würde und das damit ein günstiger Einstieg wäre. Ehrlich gesagt, würde ich sogar schon früher über einen Nachkauf nachdenken, aber 4,5% erwartete Rendite für die Verpflichtung auf diesem Niveau zur Not den DAX zu kaufen, erscheint mir eine sehr gute Chance Risiko Verteilung zu sein.

nochmal Deutsche Wohnen

aktueller Kurs: 18,72 Euro

Ich habe jetzt gerade noch mal ein paar Deutsche Wohnen Aktien nachgekauft. Die Frage ist so ein bisschen, welcher dieser 2 Punkte der richtige ist:

1) Sei gierig, wenn andere übermäßig ängstlich sind

oder

2) Gier frisst Hirn

Ich gehe weiterhin davon aus, dass die sinkenden Kurse der Immobilienunternehmen dadurch ausgelöst werden, dass der Iran Krieg zu Inflation und die wiederum zu nicht sinkenden oder sogar steigenden Zinsen führt. Soweit so richtig und deshalb kaufe ich auch andere Immobilienwerte wie LEG (noch) nicht.

Ich kann man mir allerdings Stand heute nicht vorstellen, dass die Zinsen so stark steigen werden, dass die Deutsche Wohnen / Vonovia nicht in der Lage sein werden auf den einstelligen Prozentsatz von Minderheitsaktionären die Garantiedividende zu zahlen.

Bei einem KGV von nur noch knapp über 9 und einer Dividendenrendite von 6,3% brauche ich keine steigenden Immobilienwerte oder Aktienkurse. Ich setzte nur darauf, dass Deutsche Wohnen / Vonovia in der Lage sein werden die Garantiedividende zu zahlen.

Bei weiter sinkenden Kursen kaufe ich also weiterhin in der Hoffnung nichts entscheidendes zu übersehen. Bei Gagfah hat das in der Finanzkrise herausragend funktioniert bei Noratis kürzlich nicht.

Deutsche Wohnen – zweiter Nachkauf

Kurs: 21 Euro

Während der Iran Krieg weiter für erhebliche Verluste sorgt, bin ich heute das erste Mal mein Portfolio durchgegangen, um zu sehen, wo sich vielleicht schon Nachkauf Chancen zeigen. Alles in allem hat sich da bei mir wenig getan bzw. sind die Verluste da, wo es mir schwerfällt einzuschätzen, wie stark die Zukunft tatsächlich betroffen sein könnte, d.h. Banken, Versicherungen und BASF.

Ebenfalls gefallen, wenn auch weniger stark, ist die Deutsche Wohnen. Gerade bei Wohnimmobilien in Deutschland kann ich mir höchstens indirekt über die Inflations- und Zinsentwicklung eine negative Auswirkung ausrechnen und selbst dann muss Vonovia bei der Deutsche Wohnen erstmal für die Garantiedividende einstehen. Auch wenn ich Vonovia im Bezug auf die Minderheitsaktionäre immer noch nicht so richtig traue, habe deshalb gerade zu einem ähnlichen Kurs wie letztes Jahr meine Aktien nochmal um 50% aufgestockt. So langsam ist das damit keine kleine Position mehr. Hoffentlich hilft der Nachkauf, das Investment doch noch ins Plus zu drehen und ich sitze nicht wieder irgendeinem Trick von Vonovia auf.

Noratis ist insolvent

„Damit gewinnt Noratis jetzt auf der Fremdkapitalseite Zeit und freie Liquidität, um das Geschäft wieder in ruhigere Fahrwasser zu lenken. Das Geschäftsmodell an sich leuchtet mir immer noch ein und eine hohe Nachfrage nach Wohnungen gibt es in Deutschland auch immer noch.

Für einen richtigen Nachkauf fehlen mir der Mut und die Detailinformationen, aber das Spielgeld für die nächste Kapitalerhöhung setze ich noch mal ein. Vielleicht sehe ich meinen Einsatz dann irgendwann doch noch mal wieder.“

Dieses Zitat war das Fazit meines letzten Beitrags zu Noratis Ende des Jahres 2024. Die ruhigeren Fahrwasser hat Noratis leider nicht erreicht, aber zum Glück hatte ich mich auch entschieden nicht noch mehr gutes Geld schlechtem hinterher zu werfen, solange keine eindeutige Erholung eintritt. Das Gegenteil ist es jetzt eingetreten und die Gesellschaft hat Insolvenz angemeldet. Das wird dann wohl ein Totalverlust werden.

Nachdem ich meinen ursprünglichen Artikel gerade noch mal gelesen habe, ziehe ich daraus für mich zwei Lehren:

1) Ich werde noch konsequenter darauf achten, keine gute Strategie / Story zu kaufen, wenn der Preis nicht stimmt (das hätte allerdings nur meinen Einstieg und nicht die Insolvenz vermieden)

2) Ich werde mich nicht mehr auf kapitalstarke Gesellschafter und deren „Zusagen“ stützen (da ich die Strategie immer noch für gut halte, hätte man da mit mehr Kapital bestimmt eine Insolvenz vermeiden können. Unterstellt es ist in der Kommunikation nicht falsch gespielt worden)

Gold(minen) Gewinnmitnahme

Ich hatte ja in letzter Zeit wiederholt angedeutet, dass ich überlege auch bei meiner Goldposition Gewinne mitzunehmen. Da ich fundamental keine Chance habe ein Preisziel zu ermitteln, hatte ich mich für ein persönliches Ziel anhand der Portfolio Gewichtung entschieden. Und zwar hat der Preis heute Morgen von rund 5.600 USD pro Unze dazu geführt, dass ich die Hälfte meines Goldminen ETFs verkaufen und somit meinen ursprünglichen Einsatz zzgl. eines kleinen Gewinns realisieren konnte. Gleichzeitig bleibt meine Goldposition aber bei rund 10% meines Vermögens.

Kurzfristig war mein Timing 1a, denn während ich das jetzt ein paar Stunden später schreibe, ist das Gold schon wieder auf rund 5.200 USD gefallen. Ich glaube allerdings nicht unbedingt, dass das jetzt eine grundlegende Trendumkehr ist. Vielmehr agiere ich selber lieber scheibchenweise, wenn ich selber nicht sicher bin wo die Reise hingeht. Ich werde also jetzt wieder abwarten und sollte es zu weiteren signifikanten Gewinnen kommen, vielleicht auch beim Xetra Gold mal Gewinne mitnehmen. So werde ich weitermachen, bis ich zumindest alle Einsätze zurück habe. Danach ist es psychologisch einfacher durch Dick und Dünn weiterlaufen zu lassen.

Gewinnmitnahmen wegen Trump Unsicherheit

tonies aktueller Kurs: 10,46 Euro

MSCI All Countries: 95,05

Ich hatte ja kürzlich schon angedeutet, dass ich eher in Richtung Gewinnmitnahmen gedacht habe, als in Richtung neue Aktieninvestments.

Am Wochenende hat es Herr Trump geschafft mich so in Unruhe zu versetzen, dass ich dies jetzt umgesetzt habe. Ich war froh, dass die Märkte zumindest heute Morgen noch relativ gelassen reagiert haben, so dass ich im Vergleich zu letzter Woche nur verhältnismäßig geringe Einbußen hatte.

Weiterlesen