Buch: Finanzielle Freiheit mit Dropshipping

von Fabian Siegler

Dropshipping oder auf deutsch Streckengeschäft ist eine spezielle Form des Handels. Hierbei hat der Händler gar keinen physischen Kontakt zu den von ihm verkauften Waren. Stattdessen werden diese direkt von dessen Lieferanten an den Käufer verschickt.

Keine eigene Logistik, kein Kapitalbedarf und kein Risiko durch einen Warenbestand. Diese Vorteile machen Dropshipping auch für Privatpersonen als Online Geschäft machbar und interessant.

Ich kannte zwar bisher das Grundprinzip dieses Geschäftsmodells aber nicht einmal den Fachbegriff Dropshipping geschweige denn irgendwelche Feinheiten.

Das Buch Finanzielle Freiheit mit Dropshipping bot mir deshalb die schöne Gelegenheit mal wieder etwas tiefer in ein für mich neues Thema einzusteigen.

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Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch

Wie jedes Jahr möchte ich allen meinen Lesern frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen.

Jedes Jahr nutze ich diese Gelegenheit auch für einen kleinen Jahresrückblick und bevor ich den schreibe lese ich immer den Artikel vom letzten Jahr. Während ich letztes Jahr dem DAX noch hinterhinkte und im Jahresvergleich um 10% im Minus lag, lief es dieses Jahr mit +15% in etwa ähnlich wie beim DAX. Mittelfristig hoffe ich immer noch, dass sich meine Investments in Flugzeuge (Aercap) und Tanker noch mal auszahlen werden.

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Italienische Aktien: Unipol

ISIN: IT0004810054

aktueller Kurs: 4,685 Euro

Für meine kürzlich angekündigte Serie über italienische Aktien, habe ich den FT Stockscreener bemüht und da ich nicht vollständig und in alphabetischer Reihenfolge vorgehen will, habe ich mich stattdessen entschieden mir die Unternehmen nach Börsenkapitalisierung anzeigen zu lassen und mir dann welche ausgesucht, die mich interessieren.

Aus den Unternehmen mit mehr als 2,5 Mrd. Marktkapitalisierung habe ich mir erst mal 16 ausgesucht. Von diesen ersten 16 hat mich Unipol am neugierigsten gemacht, weil ich das Unternehmen nicht kannte und ich mich fragte, warum so ein großes Unternehmen mit einem KGV von 5,4 bei einer Dividendenrendite von über 8% bewertet wird.

Die Antwort war schnell klar. Unipol ist eine Versicherung und Versicherungen traut der Markt aktuell nicht viel zu.

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kleine Serie: italienische Aktien

In meinen klassischen Fokus Branchen mit harten Assets in den Bilanzen finde ich weniger und weniger günstige Gelegenheiten oder ich sehe Gelegenheiten und genauso hohe Risiken (ein Hallo z.B. an die Bulker- und Containerschifffahrt). Breit gestreute ETFs machen zwar als Alternative finanziell sehr viel Sinn, sind aber intellektuell nicht besonders interessant.

2013 habe ich mich erst mal gründlich in die Schiffsbranche eingelesen, bevor ich mich überhaupt mit einzelnen Unternehmen beschäftigt habe. Da ich gerade mal wieder ein spannendes Projekt brauche könnte, das mich durch die dunkle Jahreszeit trägt, habe ich mich gefragt, mit welcher Branche ich mich jetzt vielleicht mal beschäftigen könnte. Als Idee herausgekommen ist dabei keine Branche sondern ein Land: Italien

Ich liebe Italien, träume davon dort eines Tages zumindest große Teile des Jahres zu leben und habe vor ein paar Jahren angefangen die Sprache zu lernen. Ich spreche und schreibe immer noch ziemlich holprig und falls einer meiner Leser zur Übung mit mir auf italienisch kommunizieren möchte, würde ich mich über eine Nachricht freuen. Lesen und verstehen kann ich italienisch inzwischen ganz passabel. Die großen italienischen Unternehmen berichten natürlich alle auch in englisch, aber ich denke früher oder später wird es von Vorteil sein auch mal in Originalquellen schauen zu können. Ob dann daraus dann auch Investment Ideen entstehen oder ich einstweilen auf dem ETF Pfad bleibe, wird sich dann zeigen…

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Buch: Dear Mr. Chairman

von Jeff Gramm

Heute möchte ich mal wieder ein englisches Buch der Kategorie „Biographien und Deals“ vorstellen.

„Dear Mr. Chairman“ behandelt die Geschichte der aktivistischen Investoren. Also solchen Investoren, die Aktien von schlecht geführten Unternehmen nicht einfach verkaufen bzw. vermeiden, sondern aktiv Einfluss geltend machen.

Um als Aktivist erfolgreich zu sein, muss man streitbar sein und größere Beträge einsetzen können. Typische Aktivisten kaufen zwar häufig „nur“ Beteiligungen im einstelligen Prozentbereich, aber das erfordert selbst bei kleinen börsennotierten Gesellschaften trotzdem schnell Millionen. Insofern geht es bei „Dear Mr. Chairman“ aus meiner Sicht nicht darum den Protagonisten nachzueifern. Um faszinierende Geschichten und Personen geht es aber trotzdem.

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Noratis: Wohnungen außerhalb der Metropolen

ISIN: DE000A2E4MK4

aktueller Kurs: 20,70 EUR

Die Deutsche Wohnen hat bekanntlich einen großen Schwerpunkt in Berlin und auch die übrigen Wohnungen finden sich überwiegend in Metropolregionen wie Frankfurt. Noratis ist eine Wohnungsgesellschaft, die einen ziemlich entgegensetzten Weg verfolgt und auf kleinere Städte und Randlagen setzt.

Ich habe Noratis auf dem Eigenkapitalforum 2018 kennengelernt und seither regelmäßig verfolgt. Zwei Dinge haben mir bisher die Bewertung erschwert und mich deshalb von einem Kauf abgehalten:

1) Noratis hat schwierige Objekte gekauft, um sie behutsam neu aufzustellen und mit Sanierer/Entwickler Gewinn wieder an andere Investoren zu verkaufen.

2) Noratis hat nach HGB bilanziert, so dass zum Immobilienvermögen immer nur die Buchwerte verfügbar waren. Man kann zu Gutachter Marktwerten stehen wie man will, aber gar keine Indikation zu stillen Reserven zu haben, macht einem das Leben schwerer.

Beide Punkte haben sich in diesem Jahr zumindest etwas geändert, so dass ich jetzt mal die Gelegenheit ergreife, um Noratis tiefergehend vorzustellen.

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Diamond S Shipping geht in International Seaways auf

ISIN: MHY410531021
aktueller Kurs: 17,45 USD

Im Juli bin ich Aktionär von International Seaways Inc. geworden und zwar nicht durch eine aktive Entscheidung meinerseits sondern als Folge einer Übernahme von Diamond S Shipping.

Ich habe mit einem ersten Artikel zum Thema International Seaways abgewartet, weil ich erstmal ein Reporting des kombinierten Unternehmens sehen wollte. Der Merger wurde zwar erst im Juli vollzogen, aber das kürzlich vorgelegte Reporting zum zweiten Quartal gibt trotzdem schon mal einige Informationen zum kombinierten Unternehmen.

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Nachkäufe und breite Streuung wg. negativen Zinsen

Ich habe in den letzten Tagen einige Nachkäufe und neue Investments getätigt, die ich unter normalen Umständen sehr wahrscheinlich nicht oder zumindest nicht so geballt getätigt hätte. Der Anlass war, dass die Androhung von negativen Zinsen auch mich inzwischen erreicht hat.

Ich habe schon öfter plausibel dargelegt gelesen, dass es eigentlich vernünftig ist breit gestreut und dauerhaft investiert zu sein. Da die Kapitalmärkte tendenziell steigen, kann man einiges an Peformance verpassen, während man auf günstige Einstiegskurse wartet. Gefühlt würde ich auch sagen, dass ich wohl besser gefahren wäre, wenn ich schon lange weit näher an 100% investiert gewesen wäre, als ich es tatsächlich war. Meine Investments in der Finanzkrise oder auch am Anfang von Corona waren zwar meistens ziemlich gut, aber da ich gerne in fallende Kurse nachkaufe, halte ich meistens zu viel Pulver trocken, da die Kurse ja noch weiter sinken könnten.

Das die comdirect mir jetzt mit Strafzinsen droht oder wie Sie es gewählter ausdrückt, mit mir eine individuelle Vereinbarung über ein Verwahrentgelt abschließen möchte, könnte mich also in die richtige Richtung stupsen. Trotzdem möchte ich diesen Trend nicht unterstützen und die Art und Weise der Kommunikation der comdirect kam bei mir auch nicht gut an. Statt also wie die comdirect es wünscht mein Geld dort zu investieren oder brav Strafzinsen zu zahlen, habe ich alle Mittel, die den gedulteten Betrag von 50.000 Euro überschreiten zur Merkur Privatbank https://www.merkur-privatbank.de/ übertragen und dort in die hier beschriebenen Investments getätigt. Zusätzlich konnte ich mit einem Festgeld über 6-Monate mit 1% p.a. den gleichen Betrag parken und erstmal etwas Zeit gewinnen. Früher habe ich auf Online Banken geschworen, aber heute muss ich sagen, dass die auch nicht immer die besten Angebote haben, selbst wenn man keine intensive Beratung braucht. Der „Vereinbarung“ der comdirect werde ich nicht zustimmen und lasse mich jetzt mal überraschen, ob sie mir das Konto kündigt, auch wenn ich die Liquidität ohnehin unter den Freibetrag reduziert habe.

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British Land – Update

aktueller Kurs: 510,2 Gbp

Den Reit British Land habe ich bereits Ende 2017 hier vorgestellt. Seitdem habe ich zwar nicht mehr über British Land geschrieben, aber trotzdem immer einen Blick auf die Berichterstattung geworfen und meine Bewertung immer mal aktualisiert. Da es keine weitere Beiträge zu British Land gab, ist auch klar, dass ich mich nie zu einem Kauf entschlossen habe. Die Bewertung war meiner Meinung nach immer irgendwie ganz günstig, aber nie so günstig, dass ich wirklich alle Risiken abgedeckt gesehen hätte.

Der Chart für diese Periode gibt mir bisher Recht, auch wenn ein Corona Kauf im letzten Jahr natürlich im Nachhinein günstig gewesen wäre:

Quelle: comdirect

Nach der Berichterstattung zum Ende des ersten Quartals, was bei British Land das Geschäftsjahresende ist, habe ich mal wieder gedacht, dass die Unternehmensentwicklung eigentlich in Anbetracht von Brexit und Corona gar nicht so schlecht war und zu den alten Kursniveaus mittelfristig viel Potential besteht. Während man darauf wartet, könnte man sich mit einer Dividendenrendite von rund 3,75% trösten. Grund genug meinen Artikel mal wieder anzuschauen und der Analyse ein Update zu verpassen.

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Valaris – Erfahrungen einer Restrukturierung

Aktienkurs: 23,70 USD (Erstnotierung)
aktueller Kurs: 21,57 USD

Hier geht es heute nicht um eine meiner Investmentideen, wobei Valaris auf dem aktuellen Niveau nach der Restrukturierung vielleicht sogar eine sein könnte. Stattdessen geht es mir um einen kurzen Erfahrungsbericht der mittlerweile abgeschlossenen Restrukturierung.

In meinen Weihnachtsgrüßen habe ich letztes Jahr unter anderem folgendes geschrieben:

„Ich setze die Valaris Anleihen momentan für mich mit Null an und gehe davon aus, irgendwann nächstes Jahr statt den Anleihen neue Aktien zu bekommen. Ich hoffe nur, dass wenigstens das so sein wird und nicht auch noch eine massiv verwässernde Kapitalerhöhung unter Ausschluss der Bezugsrechte kommt oder irgendwas anderes perfides in der Art.“

Meiner Befürchtungen sind zwar nicht genau 1:1 eingetreten, aber vom Effekt ist etwas ähnliches passiert.

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