Archiv der Kategorie: Analysen

Verkauf Seapeak preferred shares wg. Steuer

aktueller Kurs: 24.10 USD

Als ich die preferred shares von Teekay LNG gekauft habe, bin ich aufgrund der hohen Verzinsung von 9% p.a. eigentlich davon ausgegangen, dass das Unternehmen die Kündigungsmöglichkeit im Oktober 2021 nutzen würde. Immerhin waren wir 2017 beim Kauf als auch 2021 noch weit entfernt von wieder steigenden Zinsen.

Auch als die Übernahme von Teekay LNG durch den Infrastruktur Fondsanbieter Stonepeak dieses Jahr bekannt wurde, bin ich erneut davon ausgegangen, dass im Zuge der Umfirmierung zu Seapeak auch die aus meiner Sicht teuren preferred shares zurückgezahlt würden.

Beides ist nicht passiert, während sich das operative Geschäft weiter gut entwickelt hat und so habe ich weiter zufrieden meine hohe Dividende kassiert.

Leider ist dieses Investment jetzt aus einem anderen Grund zu einem Ende gekommen.

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Berkshire Hathaway – Anleihe bis 2041

ISIN: XS2280780771

aktuelle Rendite: 4,1%

aktueller Kurs: 54,65%

Warren Buffett bewundere ich seit dem ich Ende der 1990‘er Jahre eine Biographie über ihn gelesen habe. In Berkshire Hathaway habe ich leider trotzdem nie investiert. Was ich verpasst habe, zeigt der Chart der B Aktie mit dem S&P 500 als Vergleich.

Quelle: comdirect

Damals ging Warren Buffett aber schon auf die 70 zu und ich bin nicht davon ausgegangen, dass er auch mit über 90 immer noch aktiv und erfolgreich sein würde. Die Bewertung beinhaltete aber das Genie von Buffett und war deutlich höher als die Summe der Teile. Umso älter Buffett wird, umso weniger traue ich mich an die Berkshire Aktie heran. Kürzlich habe ich allerdings mal wieder einen Anleihe Finder angeworfen und festgestellt, dass langfristige Berkshire Euro Anleihen wieder im Bereich von 4% rentieren.

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Vopak: Nachkauf mit Abschlag

aktueller Kurs: 18,53 EUR

Als ich in diesem Artikel den Tanklagerbetreiber Vopak vorgestellt habe, habe ich im Fazit schon angedeutet, dass der Trend der Aktie weiterhin in eine negative Richtung weist.

Wenn ich damit allerdings damit gerechnet hätte, dass es mit dem Kurs in so relativ kurzer Zeit so stark bergab geht, hätte ich mit einem Kauf auch noch warten können.

Quelle: comdirect.de

Ich ärgere mich aber nicht über meine Entscheidung, denn sie lag dem klaren Ansatz zu Grunde so ein Unternehmen erstmals zu kaufen, wenn ich mich in etwa zum Buchwert beteiligen kann. Das war im Juni der Fall und da ich nicht über eine Kristallkugel verfüge, hätte der Kurs danach auch wieder nach oben drehen können.

Letztlich bin ich jetzt erst mal mit rund 30% im Minus. Die Börsenkapitalisierung entspricht jetzt natürlich auch nicht mehr in etwa dem bilanziellen Eigenkapital. Der Abschlag beträgt allerdings nicht 30% sondern nur rund 20%. Die Differenz erklärt sich aus Wertberichtigungen, die Vopak im ersten Quartal insbesondere auf Lager in Rotterdam vorgenommen hat. Hier sollen klassische Lager aufgegeben werden, um Raum zu schaffen für neue erneuerbare Energie Lager.

Bezogen auf die harten Assets entspricht der aktuelle Börsenkurs einem Abschlag von rund 15% auf den Buchwert. Da sich im Portfolio weltweit Tankanlagen und davon viele industrielle mit langfristigen Verträgen befinden, erscheint mir das eine Menge. Das ist allerdings nur mein Gefühl. Eine Experte bin ich nach wie vor nicht und ich habe auch nicht versucht das Portfolio im einzelnen zu analysieren.

Eigentlich wollte ich mit einem Nachkauf gerne warten bis das nächste Reporting erfolgt. Nicht weil ich auf ein einzelnes Quartal besonders viel gebe, sondern nur um zu sehen, ob sich vielleicht eine fundamentale Trendwende abzeichnet, die „richtige“ Profis jetzt schon sehen, ich aber nicht.

Nach dem ich einige Wochen ruhig geblieben bin, lösen die aktuellen Kurse, bei mir aber den Wunsch aus moderat wieder mit Nachkäufen zu beginnen. Vopak war dabei auf dem aktuellen Niveau der Kandidat Nummer 1 und deshalb habe ich jetzt meine anfänglich Einstiegsposition etwas aufgestockt.

italienische Aktien: Snam – Gas Infrastruktur

ISIN: IT0003153415

aktueller Kurs: 4,72 Euro

Das Geschäftsfeld von Snam ist (leider) sehr aktuell, denn Snam ist der italienische Gasnetzbetreiber. Mit einem 2022‘er KGV von 14,4 und einer Dividendenrendite von 5,8% sieht die Bewertung auf den ersten Blick auch nicht uninteressant aus. Hat Snam also das Potential als Infrastruktur Basis Investment?

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Textainer – Container Leasing preferred shares

ISIN: US88314W2044

aktueller Preis: 25,70 USD

Bei meinem Investment Profil ist es eigentlich naheliegend nicht nur in Schiffe zu investieren, die Container transportieren sondern auch auch in die Container selbst. Tatsächlich hatte ich mir die Firma Textainer, die Container Leasing betreibt im Jahr 2015 schon mal angeschaut, ohne die Analyse zu vertiefen.

Der Chart zeigt, dass sich der Kurs bis 2016 in der Spitze ungefähr halbiert hat. Nach einem Zwischenhoch ging es bis in das Jahr 2020 hinein auf niedrigem Niveau weiter.

Quelle: comdirect

Die Aktie beiseite zu legen, war also ziemlich richtig, allerdings wäre es nicht schlecht gewesen den Titel auf der Watchlist zu haben, um vielleicht rechtzeitig den turn around zu erkennen. Fleißpunkte habe ich mir da leider nicht verdient. Wieder über den Weg gelaufen ist mir Textainer erst kürzlich auf seeking alpha und da mit Fokus auf die preferred shares. Das die Stammaktien oben schon so weit gestiegen sind, wäre also potentiell egal.

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BASF – Aktien und kurze Anleihe

aktueller Kurs Aktie: 42,635 Euro

ISIN Anleihe: XS1017833242

aktuelle Rendite Anleihe: 1,2%

BASF ist das nächste Unternehmen in der Reihe derer für die ich seit Wochen einen Nachkauf überlege und die nun Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt haben.

Ich habe mich für etwas über zwei Jahren bei einem Kurs von knapp unter 50 Euro entschieden BASF als hoffentlich langweiliges Basisinvestment in mein Depot zu legen. Nach dem Auslaufen eines parallel gekauften Discount Zertifikats habe ich Anfang 2021 bei etwas über 66 Euro noch mal nachgekauft. Da der Kurs 2018 mal fast bei 100 Euro lag, schien das nicht so abwegig. Trotzdem zeigt der folgende Chart zeigt, dass mein Timing nicht besonders gut war.

Quelle: comdirect.de

Der Kurs ist nun so niedrig wie seit der Finanzkrise vor mehr als 10 Jahren nicht mehr.

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steigende Zinsen – Nachkauf und Verkauf

aktueller Kurs Deutsche Bank: 7,99 Euro

aktueller Kurs Farmland Partners: 14,45 USD

Mein heutiger Beitrag knüpft an einen aus dem Juni an. Weltweit scheint der langfristige Trend niedrigster und vielleicht noch wichtiger, sinkender Zinsen beendet zu sein. Wenn sich das nicht nur als temporäres Phänomen herausstellt und auch nicht auf einem Niveau halt macht, das historisch immer noch extrem niedrig ist, wird das nicht für die Bewertung von Aktien über die Diskontierung der vermuteten zukünftigen Gewinne Auswirkungen haben, sondern auch für die Geschäftsmodelle vieler Unternehmen, also die Gewinne an sich.

Ich habe in den letzten Wochen weiter überlegt in wie fern ich mein Depot deshalb anpassen sollte. Die beginnende Quartalssaison habe ich heute dann für zwei Entscheidungen zum Anlass genommen.

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italienische Aktien: ERG SpA

ISIN: IT0001157020

aktueller Kurs: 30,12 Euro

Ich bin aktuell bezüglich Aktien immer noch hin und her gerissen zwischen nachkaufen (z.B. Vopak) und verkaufen (z.B. den Rest von Bollorè). In der Zwischenzeit, habe ich mir mal wieder einen Wert für meine lockere Serie italienischer Aktien vorgenommen.

Dieses Mal ist es mir fast schon ein bisschen peinlich, dass ich auf diesen Wert über den Umweg italienische Aktien aufmerksam geworden bin. Denn schließlich behaupte ich immer, dass erneuerbare Energien eindeutig zu meinem Circle of Competence gehören und so hätte ich von ERG eigentlich schon vorher mal was hören müssen. Immerhin ist ERG nach eigenen Angaben der größte Windpark Betreiber Italiens und mit einer Börsenkapitalisierung von 4,5 Mrd. Euro eines der größten erneuerbare Energie Unternehmen Europas.

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Air Lease – Flugzeugleasing Anleihe 2026

ISIN: US00914AAJ16

aktuelle Rendite: 5,5%

Ich habe 2018 eine Air Lease Anleihe gekauft, die nun fällig wird. Wie kürzlich schon beschrieben, tue ich mich aktuell schwer Aktien und gerade auch Flugzeugleasing Aktien nachzukaufen. Das ist aber eher eine Sorge bezüglich der Umkehr eines sehr langfristigen Trends. Mittelfristig halte ich die großen Leasinggesellschaften aber für gut aufgestellt, was man meiner Meinung nach auch daran gesehen hat, wie gut sie durch die bisherige Pandemie gekommen sind.

Interessanterweise hat mich 2018 schon beim Kauf der ersten Anleihe eine ähnliche Argumentation umgetrieben. Ich verweise deshalb auf den alten Artikel und verzichte darauf das alles noch mal aufzuschreiben. Die Zahlen haben sich natürlich in den letzten Jahren etwas geändert unter anderem durch eine wesentlich größere Flotte und ein wenig überproportional mehr Verbindlichkeiten. Insgesamt bleibt meine Überlegung aber genau gleich.

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Kaufen oder Verkaufen oder beides gleichzeitig?

In der aktuellen Marktlage habe ich gerade überhaupt keine Tendenz ob die Teils deutlich gesunken Kurse zum Einstieg einladen oder erst der Anfang eines längeren Bärenmarktes sind.

Aercap ist da für mich mal wieder das beste Beispiel. Die nach Russland verleasten Flugzeuge wurden vollständig abgeschrieben. Mögliche und aus meiner Sicht wahrscheinliche Zahlungen aus Russland und vor allem von den Versicherungen werden erst gebucht, wenn sie geleistet wurden oder zumindest sehr absehbar sind. Hier stecken potentiell stille Reserven in Milliardenhöhe. Dennoch ist der Kurs von Aercap derzeit nach meinem Bewertungsschema, bei dem ich einiges unberücksichtigt lasse, deutlich unter dem schon reduzierten Buchwert. In der Vergangenheit war so ein Kursniveau für mich immer ein guter Einstiegszeitpunkt. Andererseits mache ich mir aber Gedanken, ob wir in der Luftfahrt vor dem Anfang des Endes des Wachstumstrends der letzten 50 Jahre stehen. Zuletzt waren es vor allem die Billig Airlines, die für das Wachstum gesorgt haben. Das ging durch tendenziell immer weiter sinkende Kosten. Für mich sieht es aber so aus, dass 3 Hauptkosten tendenziell eher (stark) im steigen begriffen sind:

1) Die Treibstoffkosten steigen mit den steigenden Ölpreisen

2) Das Personal ist knapp weil es von vielen Airlines zu lange zu schlecht behandelt wurde und sich in der Corona Krise andere Beschäftigungen gesucht hat. Auch aufgrund der gestiegenen Lebenshaltungskosten werden die Personalkosten m.E. steigen.

3) Steigende Zinsen führen zu steigenden Leasingraten und machen damit die Flugzeuge teurer.

Negativ hinzu kommt der Druck etwas gegen den CO2 Ausstoß der Branche zu tun, der auch noch besonders klimaschädlich ist.

Da ich so hin und her gerissen bin, habe ich heute erst mal nur ein kleine Aktion durchgeführt.

Bollorè Gewinnmitnahme

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