Archiv des Autors: Value Mario

Diamond S Shipping geht in International Seaways auf

ISIN: MHY410531021
aktueller Kurs: 17,45 USD

Im Juli bin ich Aktionär von International Seaways Inc. geworden und zwar nicht durch eine aktive Entscheidung meinerseits sondern als Folge einer Übernahme von Diamond S Shipping.

Ich habe mit einem ersten Artikel zum Thema International Seaways abgewartet, weil ich erstmal ein Reporting des kombinierten Unternehmens sehen wollte. Der Merger wurde zwar erst im Juli vollzogen, aber das kürzlich vorgelegte Reporting zum zweiten Quartal gibt trotzdem schon mal einige Informationen zum kombinierten Unternehmen.

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Nachkäufe und breite Streuung wg. negativen Zinsen

Ich habe in den letzten Tagen einige Nachkäufe und neue Investments getätigt, die ich unter normalen Umständen sehr wahrscheinlich nicht oder zumindest nicht so geballt getätigt hätte. Der Anlass war, dass die Androhung von negativen Zinsen auch mich inzwischen erreicht hat.

Ich habe schon öfter plausibel dargelegt gelesen, dass es eigentlich vernünftig ist breit gestreut und dauerhaft investiert zu sein. Da die Kapitalmärkte tendenziell steigen, kann man einiges an Peformance verpassen, während man auf günstige Einstiegskurse wartet. Gefühlt würde ich auch sagen, dass ich wohl besser gefahren wäre, wenn ich schon lange weit näher an 100% investiert gewesen wäre, als ich es tatsächlich war. Meine Investments in der Finanzkrise oder auch am Anfang von Corona waren zwar meistens ziemlich gut, aber da ich gerne in fallende Kurse nachkaufe, halte ich meistens zu viel Pulver trocken, da die Kurse ja noch weiter sinken könnten.

Das die comdirect mir jetzt mit Strafzinsen droht oder wie Sie es gewählter ausdrückt, mit mir eine individuelle Vereinbarung über ein Verwahrentgelt abschließen möchte, könnte mich also in die richtige Richtung stupsen. Trotzdem möchte ich diesen Trend nicht unterstützen und die Art und Weise der Kommunikation der comdirect kam bei mir auch nicht gut an. Statt also wie die comdirect es wünscht mein Geld dort zu investieren oder brav Strafzinsen zu zahlen, habe ich alle Mittel, die den gedulteten Betrag von 50.000 Euro überschreiten zur Merkur Privatbank https://www.merkur-privatbank.de/ übertragen und dort in die hier beschriebenen Investments getätigt. Zusätzlich konnte ich mit einem Festgeld über 6-Monate mit 1% p.a. den gleichen Betrag parken und erstmal etwas Zeit gewinnen. Früher habe ich auf Online Banken geschworen, aber heute muss ich sagen, dass die auch nicht immer die besten Angebote haben, selbst wenn man keine intensive Beratung braucht. Der „Vereinbarung“ der comdirect werde ich nicht zustimmen und lasse mich jetzt mal überraschen, ob sie mir das Konto kündigt, auch wenn ich die Liquidität ohnehin unter den Freibetrag reduziert habe.

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British Land – Update

aktueller Kurs: 510,2 Gbp

Den Reit British Land habe ich bereits Ende 2017 hier vorgestellt. Seitdem habe ich zwar nicht mehr über British Land geschrieben, aber trotzdem immer einen Blick auf die Berichterstattung geworfen und meine Bewertung immer mal aktualisiert. Da es keine weitere Beiträge zu British Land gab, ist auch klar, dass ich mich nie zu einem Kauf entschlossen habe. Die Bewertung war meiner Meinung nach immer irgendwie ganz günstig, aber nie so günstig, dass ich wirklich alle Risiken abgedeckt gesehen hätte.

Der Chart für diese Periode gibt mir bisher Recht, auch wenn ein Corona Kauf im letzten Jahr natürlich im Nachhinein günstig gewesen wäre:

Quelle: comdirect

Nach der Berichterstattung zum Ende des ersten Quartals, was bei British Land das Geschäftsjahresende ist, habe ich mal wieder gedacht, dass die Unternehmensentwicklung eigentlich in Anbetracht von Brexit und Corona gar nicht so schlecht war und zu den alten Kursniveaus mittelfristig viel Potential besteht. Während man darauf wartet, könnte man sich mit einer Dividendenrendite von rund 3,75% trösten. Grund genug meinen Artikel mal wieder anzuschauen und der Analyse ein Update zu verpassen.

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Valaris – Erfahrungen einer Restrukturierung

Aktienkurs: 23,70 USD (Erstnotierung)
aktueller Kurs: 21,57 USD

Hier geht es heute nicht um eine meiner Investmentideen, wobei Valaris auf dem aktuellen Niveau nach der Restrukturierung vielleicht sogar eine sein könnte. Stattdessen geht es mir um einen kurzen Erfahrungsbericht der mittlerweile abgeschlossenen Restrukturierung.

In meinen Weihnachtsgrüßen habe ich letztes Jahr unter anderem folgendes geschrieben:

„Ich setze die Valaris Anleihen momentan für mich mit Null an und gehe davon aus, irgendwann nächstes Jahr statt den Anleihen neue Aktien zu bekommen. Ich hoffe nur, dass wenigstens das so sein wird und nicht auch noch eine massiv verwässernde Kapitalerhöhung unter Ausschluss der Bezugsrechte kommt oder irgendwas anderes perfides in der Art.“

Meiner Befürchtungen sind zwar nicht genau 1:1 eingetreten, aber vom Effekt ist etwas ähnliches passiert.

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Buch: Poor Economics

von: Abhijit V. Banerjee und Esther Duflo

Ich war lange nicht mehr so angetan von einem Sachbuch, wie von „Poor Economics“ (so heißt auch die deutschen Ausgabe). Es beschäftigt sich mit der Frage, wie man die Armut auf der Welt effektiv bekämpfen kann. Man könnte also streiten, ob das thematisch hier rein passt, aber da ich mir vorstellen kann, dass einige meiner Leser, wie ich, gerne mal etwas über den Börsen-Tellerrand hinausschauen, möchte ich es trotzdem kurz vorstellen.

Das Buch ist bereits 2011 erschienen und wurde im selben Jahr zum Financial Times and Goldman Sachs Business Book of the Year Award gekürt. Das das Buch inzwischen schon 10 Jahre alt ist, tut ihm in meinen Augen keinen Abbruch. Natürlich sind die zitierten Studien und Statistiken schon etwas älter, aber ich denke nicht, dass sich an den grundlegenden Erkenntnissen irgendwas geändert hat.

Die Autoren

Die beiden Autoren sind verheiratet, beide Professoren am MIT und haben 2019 zusammen den Nobelpreis für Wirtschaft bekommen.

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Versicherungen

aktueller Kurs Allianz: 211,90 Euro

aktueller Kurs Münchener Rück: 258,40 Euro

Ich habe hier anlässlich einer Buchbesprechung schon vor Jahren dargelegt, warum ich Banken und Versicherungen durch Außenstehende qualitativ für kaum analysierbar halte. Deswegen habe ich in den letzten Jahren auch einen großen Bogen um diese Werte gemacht.

Andererseits besteht bei mir immer noch ein Mangel an soliden Positionen, die halbwegs sicher eine Rendite oberhalb der Inflation versprechen. Bei festverzinslichen ist da ja kaum noch was zu machen und deshalb habe ich nach einem Artikel in der Wirtschaftswoche überlegt, ob Versicherungsaktien nicht doch eine Beimischung für mich sein könnten.

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Aercap kauft GECAS

aktueller Kurs: 53,39 USD

Wie hier in den Kommentaren noch als Gerücht diskutiert, hat Aercap inzwischen eine Einigung über eine Übernahme von GECAS vermeldet und gestern in einer ersten Präsentation die wesentlichen Eckdaten erläutert.

Als ich Ende der 1990‘er Jahre im Flugzeugleasing Geschäft zu arbeiten begann, waren ILFC und GECAS die beiden klaren Marktführer. Nach dem Aercap ILFC im Jahr 2013 übernommen hat, scheinen beide nun unter einem Dach vereint zu werden.

Aercap war schon bisher die größte Flugzeugleasing Gesellschaft der Welt. Ich habe länger keine Liste mit den Flotten der großen Leasinggesellschaften gesehen, aber GECAS dürfte alleine auch immer noch zu den TOP 3 oder zumindest TOP 5 gehören. Das geht leicht unter, wenn man sich mit der Branche unter Kapitalmarktgesichtspunkten beschäftigt, weil GECAS eben „nur“ eine Tochter von GE ist und nicht eigenständig an der Börse notiert.

Wenn der Deal durchgeht (Hauptversammlungen und Kartellbehörden müssen noch zustimmen) wird die Flotte von Aercap ungefähr doppelt so groß sein, wie die vom nächsten Wettbewerber. Dazu kommen dann noch über 900 Triebwerke und über 300 Hubschrauber. Insbesondere bei letzteren aber auch bei den Triebwerken bin ich gespannt, ob das Geschäft dauerhaft fortgeführt wird. Für GE als Triebwerkshersteller machte es total Sinn, dass GECAS stark im Triebwerke Leasing aktiv ist. Ob das für Aercap auch so sein wird, wird man sehen. Das kommt sicherlich auch darauf an, ob man die heute wahrscheinlich günstigen Konditionen in die Zukunft mitnehmen kann.

Sehr viele Informationen gibt es bisher noch nicht, aber im folgenden habe ich mal ein paar Punkte aufgeschrieben, die mir bis hier her gefallen bzw. misfallen.

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10 Jahre Value-Shares.de

Heute vor 10 Jahren habe ich den ersten Artikel für diesen blog veröffentlicht. Ich nehme das zum Anlass mal wieder etwas grundsätzlicher auf den blog und mein eigenes Anlageverhalten zu schauen.

Zum 5-jährigen Jubiläum habe ich schon mal einen Rückschau-Artikel geschrieben, den ich mir gerade noch mal durchgelesen habe. Auch damals hatte ich schon neben Erfolgen auch den einen oder anderen Rückschlag erlebt. Meine Stimmung war aber trotzdem positiv, wie das Ende meines damaligen Fazits zeigt:

„Vor 5 Jahren habe ich dann einfach mal angefangen und war nicht sicher, ob der blog irgendwann zur Mühe werden würde.Heute kann ich sagen, dass ich wie am ersten Tag Spaß dran habe. Auf die nächsten 5 Jahre :-)“

Diese nächsten 5 Jahre sind jetzt auch vergangen und leider ist der blog heute viel näher daran eine Mühe zu werden, als zuvor.

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Gladstone Land – Vorzüge Serie B

ISIN: US3765493099

aktueller Kurs: 25,04 USD

Gladstone Land habe ich hier vor knapp zwei Jahren mal kurz vorgestellt. Die Vorzugsaktien der Serie A gefielen mir damals nicht und die Stammaktien haben seitdem auch nie ein Niveau erreicht, das mich zu einem Kauf verleitet hätte.

Seit Oktober letzten Jahres sind aber auch die Vorzüge der Serie B an der Börse notiert und da ich gerade dabei bin mal ein paar alte to-dos von meiner Liste zu erledigen, habe ich mir die Konditionen der Serie B mal näher angeschaut.

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Pacific Basin – kleine Massengutfrachter

ISIN: BMG684371393

aktueller Kurs: 0,155 USD

Mittlerweile ist es schon mehr als 4 Jahre her, dass ich mit Diana Shipping im Bulker Markt investiert war. In der Zeit habe ich bei den Diana Stammaktien einige steile Kursanstiege verpasst und einige Kursstürze vermieden.

Quelle. comdirect

Natürlich hätte ich den Anstieg von 2,40 auf fast 6 USD gerne mitgenommen. Alles in allem bin ich trotzdem mit meiner Entscheidung zufrieden, denn die häufigen großen Kursausschläge in beide Richtungen bestätigten meine damalige Einschätzung, keinen klaren Trend erkennen zu können. Mit den großen Bulkern fühle ich mich auch nach wie vor nicht wohl. Sie werden hauptsächlich für den Transport von Eisenerz und Kohle eingesetzt und China ist dafür der mit Abstand wichtigste Markt. Die Entwicklungen in China sind für mich soweit weg, dass ich mir dafür weiterhin keine Einschätzung zutraue.

Natürlich ist China auch für die sogenannten Minor Bulks ein wichtiger Markt. Zu denen gehören zum Beispiel alle sonstigen Metalle und Getreide. Trotzdem ist meine Einschätzung, dass die Nachfrage für die Minor Bulks internationaler ist und weniger von politischen Entscheidungen in China abhängt.

Pacific Basin ist das einzige mir bekannte, börsennotierte Unternehmen, das ausschließlich eine Flotte von Handysize und Supramax Massengutfrachtern betreibt.

Ich verfolge Pacific Basin bereits seit 2014 in unregelmäßigen Abständen, aber zu einem Artikel ist es bisher nie gekommen, weil ich immer frühzeitig von einem Kauf Abstand genommen habe. Jetzt finde ich die Marktlage für kleine Bulker aber so interessant, dass ich zumindest mal meine Gedanken zu „Papier“ bringe.

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