Archiv des Autors: Value Mario

Buch: Vom Mut neu zu denken

von Michael Karl Heidemann Et al.

Ich stelle hier immer weniger Bücher vor. Das liegt daran, dass ich nicht mehr so viele Bücher lese, von denen ich finde, dass sie hier zum Thema passen. Wenn man sich seit über 30 Jahren mit einem Thema beschäftigt und noch dazu relativ liest, dann kommen einfach irgendwann nicht mehr so viele spannende Bücher mit neuen Themen auf den Markt…

Auch das Buch, das ich heute kurz vorstellen möchte, passt eigentlich nicht ganz zu meinen sonstigen Themen. Allerdings hat es mir gut gefallen und ich vermute, dass sich unter meinen Lesern einige Führungskräfte befinden werden. Dabei ist es unwichtig, ob man nun in der Finanzbranche arbeitet oder nicht.

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Farmland Partners – endlich Land Investment

aktueller Kurs common shares: 6,83 USD

aktueller Kurs preferred series B: 24,70

Ich fokussiere mich in diesem Blog überwiegend auf Investments mit einem Sachwertbezug. Langjährige Leser wissen, dass ich auch schon lange gerne in land- und/oder forstwirtschaftliche Flächen investieren wollte. Das ist aber gar nicht so leicht umzusetzen. Bei Direktinvestitionen besteht das Problem überhaupt an attraktive Flächen zu kommen und dann braucht es insbesondere bei Forst auch noch eine recht große kritische Größe, damit man überhaupt auf eine positive Rendite kommen kann. Indirekte Investments an der Börse bieten sich daher an, allerdings suchen auch andere Investoren sichere Investitionen und so haben die Börsenkurse häufig nicht viel mit den zugrundeliegenden Bodenwerten zu tun.

Farmland Partners habe ich bereits 2016 in diesem blog vorgestellt. Gekauft habe ich damals nicht, weil mir unter anderem die Bewertung nicht gefiel. Meine Skepsis wurde noch verstärkt als 2018 eine anonyme Studie Betrugsvorwürfe aufbrachte. Der Kurs stürzte daraufhin teilweise auf unter 5 USD und hat bis heute das Niveau meines ersten Artikels von über 11 USD nicht wieder erreicht.

Desaster wie Folli Follie sollten mich eigentlich gelehrt haben, mich von undurchschaubaren Vorwürfen fern zu halten. Insbesondere wenn ich vorher schon selber skeptisch war. Andererseits muss man dem Management lassen, dass es seine Strategie geändert hat und viel Land zu Buchwerten oder sogar mit Gewinn verkauft und Aktien weit unter Buchwert zurückgekauft hat. Außerdem verfolgt man konsequent eine (erstmal) teure Klage gegen den Autor der Studie mit den Betrugsvorwürfen. Von Quartal zu Quartal steigerte sich bei mir deshalb das Gefühl, dass die Buchwerte vielleicht doch nicht hoffnungslos überhöht sind und ich habe mir jetzt die Zahlen mal wieder näher angeschaut.

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Hamborner Reit – deutsche (Handels-)Immobilien

aktueller Kurs: 8,74 Euro

Über Hamborner Reit habe ich hier vor sage und schreibe knapp 8 Jahren schon mal geschrieben. Damals fand ich die Bewertung bei 7,40 in Ordnung, hatte aber die Hoffnung auf eine kurzfristige Korrektur auf ca. 6,50 Euro und wartete erst mal ab.

Quelle: comdirect bank

Wie man sieht, wurde Mitte 2013 mein Zielniveau einmal kurz fast erreicht, gekauft habe ich aber nicht. Danach ging es niedriger Zinsen und guter Immobilienmärkte sei Dank eher aufwärts. Wenn man sich die Skalierung betrachtet, bemerkt man allerdings, dass das Auf und Ab weniger aufregend war, als der Chart auf den ersten Blick suggeriert. Hinzu kamen allerdings noch die Dividenden, so dass Hamborner zumindest bis zum Corona Kurssturz ein ordentliches Investment gewesen wäre. Dieser Kurseinbruch, auch wenn er zum Teil schon wieder aufgeholt wurde, bietet mir jetzt die Chance mal zu schauen, ob nicht wieder ein halbwegs günstiges Niveau gegeben ist.

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BASF – günstig, langweilig, langfristig

ISIN: DE000BASF111

aktueller Kurs: 49,765

Discount Zertifikat ISIN: DE000HZ98ST3

aktueller Kurs: 36,86

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich meine BASF war Ende der 80‘er Jahre die allererste Aktie in meinem allerersten Depot. Das ist zwar schon ewig her, aber zumindest in der Wirtschaftspresse habe ich BASF über die Jahre immer ein wenig im Auge gehabt. Einerseits ist die Chemie Industrie zyklisch und kapitalintensiv, was zu mir passt, aber andererseits kenne ich mich mit den Produkten nicht wirklich aus, was natürlich nicht hilfreich ist, wenn man antizyklisch investieren will.

Damit ist der Rahmen für diesen Artikel eigentlich schon gesetzt. Ich bin in der Wirtschaftswoche mal wieder auf die Idee gekommen mich etwas näher mit der BASF zu beschäftigen. Eine tiefgründige Value Analyse mit außergewöhnlichen Erkenntnissen, darf man allerdings nicht erwarten. Dafür ist das Unternehmen zu komplex, als Blue Chip von vielen anderen analysiert und last but not least reichen meine Kenntnisse über Branche und Unternehmen dafür nicht aus.

Im folgenden werde ich deshalb nur darlegen, warum ich für mich zu dem Ergebnis gekommen bin, dass die BASF Aktie für mich hoffentlich langfristig betrachtet eine solide, wenn auch wahrscheinlich nicht spektakuläre, Anlage sein wird.

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Nachkauf VW Aktienanleihe

aktuelle Rendite: 24%

aktueller VW Vz Kurs: 130 Euro

Kurs bevor die Corona Krise bei uns in Euro zugeschlagen hat, habe ich eine Aktienanleihe auf VW gekauft.

Damals lag der VW Kurs noch bei 171 und die Aktienanleihe hat eine Schwelle von 150 Euro. Nur weniger Wochen später hätte ich im März VW Vorzüge für unter 100 Euro kaufen können. Das habe ich nicht getan, weil ich im März und April wie man hier lesen konnte, damit beschäftigt war andere Werte zu kaufen.

Jetzt wo sich die Lage und die Kurse zumindest vorübergehend etwas stabilisiert haben, bin ich mein Depot nochmal durchgegangen, um zu überlegen, ob ich irgendwo noch mal etwas nachlegen könnte, auch wenn ich eigentlich ungern in steigende Märkte kaufe, die sich später doch als nur kurzfristige Zwischenerholung herausstellen können.

Bei der VW Aktienanleihe habe ich aus folgenden Gründen gerade eine Ausnahme gemacht:

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Buch: Der Preis – Die Geschichte vom Öl

von Daniel Yergin

„Der Preis – Die Jagd nach Öl, Geld und Macht“ ist eine ziemlich umfassende (700+ Seiten + Fußnoten) Geschichte der Ölindustrie. Der Autor Daniel Yergin hat für das Buch sogar den Pulitzer Preis https://de.wikipedia.org/wiki/Pulitzer-Preis gewonnen und zwar in meinen Augen völlig zu recht. Auch wenn das Buch schon 1991 erschienen ist (meine englische Ausgabe hatte noch ein neues Nachwort aus dem Jahr 2009), ist es definitiv für jeden lesenswert, der sich für Wirtschaftsgeschichte und die Öl- und Gasindustrie als Investor interessiert.

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Innergex – Nachkauf 7% Dividende

aktueller Kurs: CAD 11,95

Die kanadische Innergex habe ich hier vor etwas mehr als einem Jahr vorgestellt. Damals war ein Fazit, dass die Umsätze bei den preferred shares der Serie A extrem dünn sind. Selbst bei meiner kleinen Order war nicht klar, ob sie komplett ausgeführt werden würde (wurde sie). Letztes Jahr habe ich das als Zeichen gesehen, diese illiquide Position nicht allzu groß werden zu lassen. Von diesem Gedanken bin ich gestern trotzdem ein wenig abgewichen, weil der aktuelle Kurs für mich zu lukrativ ist, um ihn zu verpassen.

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Opap – griechisches Glücksspiel wieder günstig?

aktueller Kurs: 6,37

Der griechische Glücksspiel- und Wettanbieter Opap war 2013 das allererste Unternehmen, über das ich hier in diesem blog geschrieben habe. Das schöne daran ist, dass ich jetzt auch eine lange Historie zu Gedanken zu dem Unternehmen habe.

Wie bei den meisten Unternehmen ist auch bei Opap im Zuge der Corona Pandemie der Kurs eingebrochen. Im Oktober 2019 gab es noch ein Übernahmeangebot für 9,12 Euro pro Aktie, das von mir und vielen anderen Aktionären nicht angenommen wurde, weil es keinen Aufschlag zum damaligen Kurs bot. Anfang 2020 ist der Kurs dann auf teilweise über 12 Euro pro Aktie gestiegen. Wenn man sich den aktuellen Kurs anschaut, hat sich der Kurs vom Hoch mehr oder weniger halbiert, ohne dass sich an dem Geschäftsmodel etwas grundlegendes geändert hat.

Für mich liegt es deshalb auf der Hand über einen Nachkauf nachzudenken. Andererseits habe ich im Dezember 2015 fast exakt auf dem gleichen Kursniveau und mit einer ähnlichen Gewinnbewertung wie heute eher darüber nachgedacht meine restlichen Aktien zu verkaufen. Was also tun?

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Suntec Reit – kein Nachkauf möglich

aktueller Kurs: 0,735 EUR pro Anteil

Mein letzter Artikel über den Suntec Reit aus Singapur ist schon wieder fast genau 4 Jahre her. Etwas über 2 Jahre davor habe es mir in einem Urlaub zum Projekt gemacht, mir Suntec anzuschauen und anschließend einige Anteile gekauft.

Neben einer Dividendenrendite, die bezogen auf den jeweils aktuellen Kurs immer so um die 5% lag, hatte sich auch der Kurs unter Schwankungen positiv entwickelt.

Quelle: comdirect

Wie man sieht, ist der Kurs jetzt durch die Corona Panik erstmals wieder deutlich unter meinen damaligen Einstand gefallen und zwar obwohl man argumentieren kann, dass das Portfolio heute diversifizierter und besser aufgestellt ist als 2014.

Deshalb habe ich gestern ein Update zu Suntec Reit entworfen und anschließend versucht einige Anteile nachzukaufen. Leider musste ich feststellen, dass der Suntec Reit rechtlich/regulatorisch als Fonds aufgelegt wurde und nicht als Immobilien AG, die als Reit qualifiziert. Das führt dazu, dass die nach meinem Kauf eingeführten Informationspflichten zu Fonds auch für den Suntec Reit gelten. Diese hält der aber nicht ein, weil er wahrscheinlich kaum Investoren aus der EU hat. Obwohl die Anteile u.a. in Frankfurt an der Börse notiert sind, kann man sie deshalb als EU Bürger trotzdem nicht kaufen.

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Merlin Properties – spanische Immobilien

ISIN: ES0105025003

aktueller Kurs: 7,01 EUR

Merlin Properties ist mit einer aktuell noch 3,3 Mrd. Euro hohen Börsenkapitalisierung einer der größten Immobilien Reits in Spanien. Ich habe Merlin Properties schon seit Juni 2016 auf der Watchlist. Damals habe mich im Nachgang zur Euro Krise umgeschaut, um auf eine Erholung der Immobilienmärkte der betroffenen Länder zu setzen. Wie man in dem folgenden Chart sieht ist es bis vor kurzem auch zu so einer Erholung gekommen:

Quelle: comdirect

Obwohl ich Merlin schon so lange verfolge, ist das hier der erste Artikel, weil mir die Börsenbewertung im Vergleich zu Bewertung der Immobilienportfolios nie günstig genug erschien. Es gab immer leichte Bewertungsabschläge, aber die waren nie groß genug, um mir eine ausreichende Sicherheitsmarge zu bieten. Wie der Chart zeigt, hat das Corona Virus alle Kursanstiege, die ich seit 2016 verpasst hatte, wieder zunichte gemacht und deshalb sehe ich jetzt den richtigen Zeitpunkt Merlin mal etwas detaillierter für mich in einem Artikel aufzuarbeiten und ggf. eine Position einzugehen.

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