Knightsbridge Tankers legt Zahlen für das 4. Quartal 2012 vor

aktueller Kurs: USD 6,54

Knightsbridge Tankers hat heute vorläufige Zahlen für das 4. Quartal 2012 vorgelegt und einige Fragen, die für mich letzte Woche noch offen waren, haben sich damit tatsächlich geklärt.

Das Tankergeschäft soll komplett aufgegeben werden. Entsprechend ist das Schiff, das zum Verkauf steht, wie vermutet, der letzte Tanker und die hohen Sonderabschreibungen, die im dritten Quartal vorgenommen wurden, bezogen sich auch auf Tanker. Das Management verspricht sich bei den Bulkern ein besseres Chancen/Risikoverhältnis und dort schaut man sich aktuell auch nach zusätzlichen Investitionsmöglichkeiten um. Die freie Liquidität lässt das mit USD 79,3 Mio. durchaus zu. Ich hoffe nur, dass das Unternehmen hier nicht zu viel Risiko geht und die 2015 auslaufende Finanzierung refinanzieren kann und nicht zurückzahlen muss. Gegen die Investitionsabsicht an sich, ist jedenfalls in meinen Augen nichts zu sagen, wenn nicht jetzt wann dann? Das ist ja genau der Grund, warum ich mich gerade auch so intensiv mit Schiffen beschäftige.

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Gagfah verkauft Dresden Portfolio nicht

Gagfah hat heute eine Pressemitteilung herausgegeben, dass man das Dresdner WOBA Wohnungsportfolio nicht verkaufen sondern refinanzieren wird. Die bestehende Finanzierung läuft am 15. Mai 2013 aus und man geht davon aus, die neuen Verträge rechtzeitig davor abschließen zu können.

Solange der Preis stimmt, bin ich grundsätzlich leidenschaftslos, wenn sich ein Unternehmen entscheidet zu schrumpfen. In diesem Fall entsprachen die angebotenen Kaufpreise „ungefähr dem Buchwert des WOBA Portfolios“. Das WOBA Portfolio oder zumindest Dresden als Standort ist vielleicht höher einzuschätzen, als viele Standorte des restlichen Gagfah Portfolios in Nordrhein-Westfalen, trotzdem sind die abgegebenen Angebote ein positives Indiz dafür, dass der aktuelle Abschlag der Börsenbewertung auf den NAV zu hoch ist.

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Buch: Der Schwarze Schwan

von Nassim Nicholas Taleb

 

Ich habe mir vorgenommen in Zukunft hier auch Wirtschafts- und Finanzbücher vorzustellen, die ich gelesen habe. Am Anfang wird es ein paar mehr Vorstellungen geben, wenn ich sukzessive Bücher vorstelle, die ich längst schon gelesen habe. Später werde ich dann immer kurz was schreiben, wenn ich wieder mit einem Buch durch bin. In dem neuen Register Bücher werde ich dann Links zu den einzelnen Buchvorstellungen sammeln, damit Leser die später dazustoßen und nicht laufend jeden Artikel mitbekommen sie übersichtlich wiederfinden können. Das erste Buch, über das ich hier mal geschrieben habe, war Stalking the Black Swan. Deshalb fand ich es naheliegend meinen Neuanfang bei den Buchvorstellungen mit dem Buch zu beginnen, das den Begriff Schwarzer Schwan für das Finanzwesen geprägt hat.

 

Der „Schwarze Schwan“ ist im englischen Original im Jahr 2007 erschienen und in meinen Augen bereits ein Klassiker, den jeder lesen sollte, der sich am Kapitalmarkt tummelt. Schwarze Schwäne sind nach der Definition von Taleb sehr seltene Ereignisse außerhalb der regulären Erwartungen, die große Auswirkungen haben und im nachhinein (aber nicht im Voraus) erklärt werden können. Das Buch zeigt, dass gerade die Kapitalmärkte, aber nicht nur die, sehr stark von schwarzen Schwänen beinflusst werden, auch wenn es schwer ist sie einzukalkulieren.

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Schiefergas vs. Peak Oil

Vor etwa einem halben Jahr habe ich mir hier https://value-shares.de/2013/01/15/ol-und-gasmarkt/ das letzte Mal intensiver Gedanken über den Öl- und Gasmarkt Gedanken gemacht. Durch meine Recherchen im Bereich Schifffahrt, speziell im Bereich Flüsiggastanker, bin ich nun mal wieder stärker auf das Thema Gas aufmerksam geworden. Ich haben nun ein bisschen recherchiert, ob es nicht an der Zeit ist von meiner These abzurücken, dass die Ölpreise in den kommenden Jahren unter Schwankungen nur einen Weg kennen werden, nämlich nach oben.

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Knightsbridge Tankers – Öltanker und Massengutfrachter

ISIN: BMG5299G1069

aktueller Kurs: 6,65 USD

Knightsbridge Tankers Ltd. ist mehr noch als Awilco LNG (LINK einfügen) ein extern gemanagtes Investmentvehikel ohne eigene Mitarbeiter. Allerdings ist es ein Investmentvehikel mit beachtlicher Historie, denn das Unternehmen wurde 1996 gegründet und ist seit 1997 an der Börse. Ich habe das Unternehmen schon sehr lange auf meiner Watchlist, aber wenn ich bisher mal oberflächlich nach der Bewertung geschaut habe, erschien sie mir nie günstig genug um genauer hinzuschauen. Ende 2012 hat der Kurs historische Tiefstkurse erreicht und sich seit dem wieder etwas erholt. Auch wenn das KGV mit 53 optisch sehr hoch ist, haben wir hier vielleicht einen turn-around Kandidaten.

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Awilco LNG – Flüssiggastanker

ISIN: NO0010607971

aktueller Kurs: 16,10 NOK

Awilco LNG ASA aus Norwegen ist das erste konkrete Unternehmen, über das ich im Rahmen meiner kleinen Schiffsreihe berichte. Wie in den beiden Artikeln über den Schiffsmarkt im Allgemeinen schon an klang, liest man allenthalben, dass der Schiffstransport von verflüssigtem Erdgas in den kommenden Jahren ansteigen wird. Awilco LNG wurde im Februar 2011 gegründet und ihm September 2011 an die Börse gebracht, um an dieser Entwicklung teilzuhaben. Bis Anfang 2012 hatte der Kurs sich ungefähr verdoppelt, um dann wieder deutlich zu fallen. Heute steht der Kurs unter dem vom IPO. Das für 2013 erwartete KGV beträgt nur 4,6. Scheinbar ein guter Zeitpunkt sich das Unternehmen und das Schiffsportfolio näher anzuschauen.

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Schiffstypen – eine kleine Übersicht

Vor kurzem habe ich einige fundamentale Faktoren des Schiffsmarkts analysiert. Frachtschiffe sind allerdings untereinander nicht austauschbar. Entsprechend definieren sich die Hauptkategorien danach was mit ihnen transportiert wird. Innerhalb dieser Kategorien unterscheidet man dann in der Regel nach der Größe der Schiffe.

Da Schiff nicht gleich Schiff ist, soll dieser Artikel eine kleine Referenz bilden, damit später betrachtete konkrete Portfolien besser eingeordnet werden können. Die Informationen hier habe ich aus Wikipedia. Allerdings gab es nicht den einen Wikipedia Eintrag in dem alles hier enthalten ist. Dafür gibt es auf Wikipedia für den interessierten Leser noch wesentlich mehr Informationen. Das selber zusammenstellen einer Übersicht, hat mir geholfen, mich besser in das Thema einzuarbeiten.

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Opap – EuGH zum Monopol von Opap

Der Europäische Gerichtshof hat heute ein Urteil (Verfahren C-186/11 und C-209/11) zum Monopol von Opap veröffentlicht. Die entsprechenden Meldungen in der Presse lesen sich auf den ersten Blick so, dass das Monopol für unzulässig erklärt wurde und der Kurs reagiert heftig. Aktuelll fällt er um 12% auf 6,26 pro Aktie. Zwischendurch war der Abschlag sogar schon mal noch höher.

Die Pressemittelung des EuGH selbst findet sich hier: http://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2013-01/cp130007de.pdf

Danach könnte es m.E. sein, dass es am Ende gar nicht so schlimm kommt wie die Pressemeldungen udn der Kurssturz suggerieren, denn denn der EuGH hat das Monopol nicht kategorisch gekippt sondern zeigt selber zwei Optionen auf:

1) Das Monopol wird so reformiert, dass deutlicher wird, dass es dazu dient das Glücksspiel zu begrenzen und die Kriminalität im Zusammenhang mit Glücksspiel zu bekämpfen

2) Anderen Wettbewerbern aus der EU wird die Möglichkeit gegeben am Markt teilzunehmen.

Letztlich hat nach meiner Lesart der EuGH nicht mal selber entscheiden, ob das heutige Monopol nicht schon die Voraussetzungen nach 1) erfüllt. Da das griechische Gericht hier aber scheinbar Zweifel hat und deshalb den EuGH angerufen hat, wäre es wohl Wunschdenken davon auszugehen, dass sich gar nichts ändert. Ich halte es aber durchaus nicht für ausgeschlossen, dass die eine oder andere Maßnahme beschlossen wird, die das Monopol wieder europarechtskonform machen wird. Zumindest könnte der griechische Staat das erstmal so vertreten und ggf. würden die Mühlen der Justiz erneut über Jahre mahlen während Opap weiterhin ein, wenn auch verändertes, Monopol hat.Das würde das Geschäft von Opap zwar auch beschneiden, aber vielleicht weniger stark als eine totale Liberalisierung, die der Kurssturz für mich suggeriert.

FAZIT

Es bleibt eine ganze Menge Unsicherheit, aber einen Grund zur Panik sehe ich nicht. Falls sich die Abwärtsbewegung noch mal verstärkt, spiele  ich vieleicht noch mal ein bisschen mit Prognosewerten und kaufe ggf. sogar noch mal nach. Wenn nicht warte ich erstmal weiter die Zahlen der nächsten Quartale ab, um zu sehen,  wie sich die neue Steuer auswirkt und schaue dann weiter.

 

Schiffsmarkt – für mich wird es jetzt interessant

Mit Schiffen habe ich bei weitem nicht so viel berufliche Erfahrung wie mit Flugzeugen, aber 2005 war ich an dem Thema auch mal beruflich dran. Damals gingen fast alle, die ich in der Branche gesprochen habe, davon aus, dass die Bäume immer weiter in den Himmel wachsen werden, obwohl sich die Charterraten und Schiffswerte schon dramatisch von den langfristigen Durchschnitten entfernt hatten. Es ging ja auch noch einige Jahre gut, aber im Nachhinein bin ich froh, dass wir damals von einem Investment abgesehen haben. Heute liest und hört man in allen Medien wie schlecht es der Schiffahrtsbranche geht. Die Charterraten sind eingebrochen, geschlossene Schiffsfonds gehen pleite, deutsche Banken stellen die Schiffsfinanzierung ein und machen beim abwickeln der bestehenden Kreditportfolien große Verluste usw. Kurzum für einen antizyklischen Value Sachwertinvestor ist es meiner Meinung nach an der Zeit sich näher mit Schiffen zu beschäftigen. Wie bei den Flugzeugen (https://value-shares.de/2013/01/15/flugzeug-operating-leasing/) werde ich auch bei den Schiffen mit allgemeinen Fakten und Überlegungen zum Markt beginnen, um dann in weiteren Beiträgen auf konkrete Aktien und möglicherweise Bonds zu kommen.

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Neuerungen nach 2 Jahren und rund 100 Beiträgen

Ich habe vor knapp zwei Jahren mit diesem blog begonnen und in der Zeit rund 100 Beiträge geschrieben. Ursprünglich hatte ich mir vorgenommen in jedem Monat wenigstens einen Beitrag zu schreiben. Nun ist es im Schnitt knapp ein Beitrag pro Woche geworden. Damit bin ich eigentlich ganz zufrieden, auch wenn es andere Blogger teilweise schaffen jeden Tag zu schreiben.

Am Anfang war es komisch zu bloggen ohne zu wissen, ob das überhaupt jemand liest, aber ich habe mit einem vorgefertigten 1&1 blog einfach mal angefangen. Das war wunderbar einfach und ich habe schnell festgestellt, dass ich persönlich so oder so einen sehr großen Nutzen daraus ziehe. Früher habe ich öfter mal oberflächlicher analysiert und auch mal eher aus dem Bauch heraus entschieden. Heute will ich meine Einschätzungen und Entscheidungen in dem blog begründen können und bin dadurch gründlicher.

Leider hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass der 1&1 blog im Vergleich zum „richtigen“ WordPress auch einige Nachteile hat. So gibt 1&1 kaum plugins frei und man hat auch sonst keinen vollen Zugriff. Da ich inzwischen weiß, dass ich durchaus nicht nur für mich selbst schreibe, sondern die Zugriffe kontinuierlich steigen, stand ein Umzug auf eine richtige WordPress Plattform an, um die eine oder andere Erweiterung oder Verbesserung machen zu können. Leider konnte ich die alten Beiträge noch nicht mal so exportieren, dass ich sie in die neue WordPress Version einspielen kann. Stattdessen habe ich manuell alle Beiträge übertragen, damit sie nicht verloren gehen. Deshalb haben die alten Beiträge jetzt alle ein Datum. Als Notlösung steht im jeweiligen Text das ursprüngliche Datum. In den kommenden Wochen wird sich bestimmt noch das eine oder andere ändern, aber jetzt bin ich erstmal froh, dass ich das System wieder zum laufen bekommen habe.

Zum Schluss möchte ich mich für das Interesse und alle Kommentare bedanken! Ich freue mich schon auf die nächsten 100 Beiträge.