Archiv für den Monat: Februar 2020

Volkswagen Aktienanleihe

ISIN: DE000PX5R2E8

aktuelle Rendite: 6,1%

aktueller Kurs VW Vz: 171 Euro

Aktienanleihen haben einen ähnlichen Charakter wie der Verkauf eines Puts und die verzinsliche Anlage der Mittel, die gebraucht würden, um den Put im Falle eines Falles zu erfüllen. Da der Kauf von Aktienanleihen mit kleineren Beträgen leichter umsetzbar ist, als der direkte Verkauf von Puts an der Terminbörse mag ich Aktienanleihen grundsätzlich gerne. Allerdings kaufe ich sie nur, wenn ich grundsätzlich nichts dagegen hätte, wenn der Put tatsächlich ausgeübt werden würde. Da Aktienanleihen nur für sehr große Titel emittiert werden, die meistens außerhalb meines Circle of Competence liegen, ergibt sich für mich deshalb leider selten die Chance dazu.

Ich habe Ende letzten Jahres irgendwo, vermutlich in der Wirtschaftswoche, aufgeschnappt, dass das erwartete 2019‘er KGV der Volkswagen Vorzüge nur noch bei rund 6,5 (aktuell 5,8) liegt. Mir war zwar bewusst, dass die Autokonzerne optisch alle niedrig bewertet sind und die Frage ob die Elektromobilität sich nun durchsetzt oder nicht, bietet ja auch genug Risiken, aber ein KGV von um die 6 ist aber schon echt niedrig.

Ich bin seit 2015 erfolgreich in der Hybridanleihe von VW investiert und überfliege seither jeden Quartalsbericht zumindest oberflächlich und eigentlich ergibt sich für mich daraus bis auf die mittel- bis langfristigen Grundsatzthemen kein Grund für eine so niedrige Bewertung. Trotzdem versuche ich mir meiner Unzulänglichkeiten als Analyst der Automobilbranche bewusst zu bleiben und habe wie bei der Hybridanleihe nach einem zusätzlichen Sicherheitspuffer gesucht, statt mich direkt auf die Aktien zu konzentrieren. In diesem Fall eine Aktienanleihe.

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Buch: Von Tulpen zu Bitcoins

von Torsten Dennin

„Eine Geschichte der größten Finanzblasen und wie man sie erkennt“ lautet der Untertitel des Buchs, dass ich heute kurz vorstellen möchte.

Ich finde Finanzblasen und -krisen können manchmal einen spannenderen Handlungsrahmen bieten als so mancher Thriller und so habe ich zu einigen wie der Tulpenmanie im 17. Jahrhundert und der letzten großen Finanzkrise schon ganze Bücher gelesen. „Von Tulpen zu Bitcoins“ geht hingegen nicht so sehr ins Detail sondern gibt in 42 Kapiteln einen kurzen Überblick über spektakuläre Phasen in der Geschichte der Finanzmärkte.

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