Buch: The man who knew

von Sebastian Malleby

Als 2007 die Autobiographie von Alan Greenspan Mein Leben für die Wirtschaft. Autobiografie erschien, hatte ich keine Lust sie zu lesen. Ich hielt ihn für seit Langem überbewertet und Mitschuldig an der Krise, die eintrat kurz nachdem er 2006 den Posten als Fed Chairman geräumt hatte. Mit nun einigem zeitlichen Abstand habe ich die Greenspan Biographie von Sebastian Malleby gelesen, die 2016 erschienen ist, und fand sie sehr interessant.

Der Auto Sebastian Malleby

Sebastian Malleby ist Ökonom und seit vielen Jahren Autor renommierter Zeitungen und Zeitschriften wie der Washington Post, der Financial Times und des Economist. Vorher hatte ich schon mal eine ebenfalls interessante Geschichte der Hedge Fonds Industrie von ihm gelesen.

The man who knew

Als ich diese Biographie angefangen habe, fühlte ich mich irgendwie an Papst Johannes Paul II. erinnert. Den kannte ich soweit ich mich erinnern kann nur als Papst und lange Zeit kannte ich auch keinen anderen Papst. Natürlich war Alan Greenspan nicht immer Fed Chairman, aber als ich den Namen das erste Mal hörte war er es bereits und seinen Vorgänger Paul Volcker kannte ich nur aus Geschichtsbüchern.

Für mich war es deshalb total spannend zu lesen, das Greenspan eben nicht schon immer bei der Fed war, sondern bereits 1967 als Berater der Nixon Präsidentschaftskampagne politisch aktiv wurde. Im weiteren Verlauf war er auch für Präsident Ford tätig. bevor ihn Ronald Reagan 1987 als Fed Chairman berufen hat, was er dann bis 2006 bleiben sollte.

Ebenfalls spannend fand ich, dass Greenspan in jüngeren Jahren mit Ayn Rand befreundet war. Ayn Rand kennt in Deutschland nach meiner Erfahrung kaum jemand, aber in den USA gilt sie als eine der einflussreichsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts. In ihren Büchern vertritt sie den Libertarismus und den Kapitalismus in ihren Reinformen. Das Hauptwerk „Atlas shrugged“ habe ich mir Ende der 90‘er mal in den USA besorgt und fand es durchaus ziemlich lesenswert, wenn auch teilweise langatmig.

FAZIT

Das Buch bietet viel mehr als die kleinen Beispiele, die ich jetzt herausgegriffen habe. Sehr viel mehr sogar, denn es hat rund 650 Seiten bzw. sogar knapp 880 wenn man Anhang und Quellenangaben mitzählt. Für mich war es nicht nur eine Biographie von Alan Greenspan sondern auch eine aus einer speziellen Perspektive erzählte wirtschaftliche und politische Geschichte der USA der letzten 50 Jahre.

Leider gibt es das Buch derzeit nicht auf deutsch und kommt damit aktuell nur für Leser in Betracht, die vor englischen Büchern nicht zurückschrecken.

 

 

 

 

2 Gedanken zu „Buch: The man who knew

  1. Makler Winni

    Vielen Dank, dass Sie uns eine kurze Beschreibung des Buches und dessen, was Ihnen gefallen hat, zur Verfügung gestellt haben. Es macht auch neugierig darauf. Ich freue mich auf Ihre zukünftigen Rezensionen.

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  2. Hypnosetherapeut Simon Brocher aus Köln

    Danke, dass Sie Ihre Gedanken über die Autobiographie mit uns teilen. Bitte machen Sie mehr interessante Artikel darüber. Alles Gute!

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