Opap – nur ein (niedriges) Angebot für den Staatsanteil

aktueller Kurs: 6,76

Diverse Medien berichten heute über den Privatisierungsversuch der griechischen Regierung für ihren 33% Anteil an Opap. Letztlich blieb nur ein einziges gültiges Angebot für die Anteile übrig und das lag mit EUR 6,48 deutlich unter dem Börsenkurs, der in den letzten Wochen häufig über 7 Euro lag. Aktuell fällt der Preis um 2% liegt aber immer noch etwas über dem Angebotspreis. Die griechische Regierung möchte die Privatisierung nicht um jeden Preis und hat dem Bieter Emma Delta, einem Konsortium aus Tschechien und Griechenland, bis Donnerstag Zeit gegeben sein Angebot zu erhöhen.

Es bleibt also erstmal spannend und es dürfte noch nicht ausgemacht sein, dass die Privatisierung am Ende überhaupt stattfindet. Ich hatte natürlich unterschwellig die Hoffnung, dass die Bieter, die sehr detaillierten Zugriff auf die Unternehmensdaten hatten, zu dem Ergebnis kommen, dass das Unternehmen an der Börse hoffnungslos unterbewertet ist. Das ist auch nicht mal ausgeschlossen, denn es bleibt auch die Möglichkeit, dass sie ein Schnäppchen machen wollen und das geboten haben, was sie glaubten bieten zu müssen und nicht das was sie meinen was das Unternehmen wert ist. Dafür spricht, dass das zweite vorgelegte Angebot ausgeschieden ist, weil die Investoren sich nicht darauf einlassen wollten einen möglichen Gewinn aus dem Weiterverkauf der Anteile in den ersten 3 Jahren zu 50% mit dem griechischen Staat zu teilen. Diese Investoren hatten mehr geboten und müssen trotzdem deutliches Potential gesehen haben, sonst hätten sie dieses Klausel nicht abgelehnt.

Ein Gedanke zu „Opap – nur ein (niedriges) Angebot für den Staatsanteil

  1. Value Mario Artikelautor

    Ich lese gerade, dass dem Bieter nun bis zum Mittwoch den 1. Mai Zeit gegeben wurde, das Angebot zu erhöhen. So lange müssen wir uns also noch mindestens gedulden und wenn es nicht deutlich erhöht wird, könnte es danach auch noch ein längeres Gezackere mit EU & Co. geben, ob wirklich privatisiert werden muss.

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