CMI – Gewinnmitnahme

Über CMI hatte ich 2017 mal was geschrieben und eine kleine Position gekauft. In den letzten Monaten habe ich immer mal wieder überlegt, von welchen Positionen ich mich vielleicht trennen sollte, weil ich die sinkenden Kurs fürchtete, die wir ja mittlerweile haben. CMI war dabei immer wieder einer der Kandidaten für einen Verkauf und jetzt ist es so weit gewesen.

Zum einen war der Kurs schon gut gelaufen:

Wichtiger noch war aber, dass die Informationslage zu diesem Unternehmen einfach ziemlich dünn ist. Ich bin niemand, der ständig auf Basis der letzten Gerüchte oder Quartalszahlen handelt, aber trotzdem fühle ich mich gerne halbwegs im Bilde. Das ist bei CMI einfach schwierig. Australien ist weit weg, die Zulieferindustrie für Minen kenn ich ansonsten nicht und zu den Kapitalmarkt Investments kann ich auch nichts sagen. Das war bei Kursen um 1 AUD noch akzeptabel, aber bei Kursen um 1,4 AUD schon schwieriger zu rechtfertigen. Gehalten hat mich zuletzt eigentlich nur noch, dass es auf diesem Niveau einen größeren Aktienrückkauf gegeben hat. Da es eine Großaktionärin gibt, muss die das Niveau wohl für attraktiv halten, sonst hätte es den Rückkauf wohl so nicht gegeben.

Trotzdem habe ich meine Aktien jetzt etwas unter den Höchstkursen verkauft. Auslöser war mein Nachkauf bei Aercap. Ich fürchte, dass wir den Boden der aktuellen, allgemeinen Abwärtsbewegung noch nicht gesehen haben müssen und will mein Engagement deshalb insgesamt noch nicht ausweiten. Deshalb habe ich parallel zum Kauf von Aercap meine CMI Aktien verkauft. Dieser Artikel kommt einige Tage zeitversetzt, weil es so lange gedauert hat, bis meine Order komplett ausgeführt worden ist. Es ging dabei nur um 10.000 Aktien und trotzdem habe ich schon das Tagesvolumen mitbestimmt. Eine so dünne Liquidität ist letztlich auch noch ein Grund bei Zeiten aus einer Aktie auszusteigen, denn wenn es aus welchem Grund auch immer mal schnell gehen muss, kommt man da dann nur zu ganz schlechten Kursen wieder raus. Außerdem wird diese extrem enge Liquidität wahrscheinlich auch immer eine Begrenzung für die Bewertung sein, weil sie für niemanden außer absolute Privatanleger in Frage kommt.

Die Rendite in Euro gerechnet war leider nicht so schön, wie der Chart oben signalisiert. Denn der AUD / EUR Chart lief leider parallel in die andere Richtung:

Immerhin blieben mir rund 13% Kursgewinn + Dividenden. Das ist für 1 3/4 Jahre nicht spektakulär, aber auch nicht schlecht.

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